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Das neue Leben

         Gerald ist aufgestanden, es ist Montag. Er hat bis zum Mittag geschlafen, warum auch nicht. Sein Tag fängt halt erst gegen Mittag wirklich an, Vormittags kann er nichts machen. Er mischt erst einmal einen kleinen Kopf auf und raucht. Ihm ist aufgefallen, dass er von diesem Gras nun kleinere Köpfe raucht um nicht ganz so dicht zu werden. Nur manchmal und auch nur gegen Abend raucht er noch einen richtig grossen Kopf um dann richtig bekifft zu sein. Er mag es halt, wenn das Ganja wirkt aber er will noch aktiv bleiben können. Und deswegen mischt er auch wieder nur einen kleinen Kopf, er raucht. Erst danach macht er sich Frühstück fertig. Nun, wo er mehr Geld hat geht er nicht mehr klauen, er kauft sich seine Sachen. Er kauft nun auch Sachen, die er schlecht klauen konnte, wie Cola oder Schips. Es gibt ein paar Tost Brote mit Nutella und neuerdings trinkt er sogar Kaffe. Nach dem Frühstück öffnet er die Kammer, die Stecklinge wachsen zu prächtigen Jungpflanzen heran. Er kontrolliert nun nicht nur das Gießwasser, er misst auch die Werte aus dem Drehnagewasser nach. Er hat einfach so gedüngt, wie er es immer macht und hat ein wenig Wasser durch die Töpfe laufen lassen. Jetzt, wenn die Stecklinge gerade erst in der Erde stehen liegt der EC-Wert um die zwei, das ist vermutlich auch richtig so, die Pflanzen brauchen noch nicht so viel Dünger. Aber wenn er nun weiterhin mit einem EC-Wert von ca. zwei gießt, dann steigt der EC-Wert in den Töpfen immer weiter an. Wenn er dann im Drehnagewasser einen Wert von vier erreicht hat muss er vorsichtiger weiter düngen, dann haben die Pflanzen genug Nährstoffe. Wenn der Wert dann weiter bis auf sechs ansteigt, dann beginnen die Pflanzen wieder damit ein zu gehen und dieses mal wird ihm das nicht passieren. Es ist bereits das dritte mal, dass er die Pflanzen heran zieht. Dieses mal will er alles richtig machen, dieses mal soll alles klappen. Er will gerne 700 Gramm ernten, das wäre dann mal ein richtig gutes Ergebnis.

         Gerald kann sich heute Zeit lassen. Anki ist studieren und Lauren arbeitet. Er braucht auch nicht zu einer Maßnahme, zu dem Arbeitstraining, das er so gehasst hat. Es ist nun gar nicht mehr so schlimm, dass sie ihm das Geld gekürzt haben, er verdient ja jetzt ganz gut mit seinem Ganja. Er braucht kein Geld mehr für seine Kifferei ausgeben und soviel zu Essen braucht er ja auch nicht. Gut, er hat sich ein paar neue Sachen zum Anziehen gekauft aber das war ja auch mal notwendig. Insgesamt betrachtet hat ihm sein Cannabisanbau schon etwas gebracht. Das Geld, das er für die Kifferei einspart kann er nun anders investieren, er muss nicht mehr klauen gehen. Ausserdem verdient er jetzt sogar noch durch seinen Cannabisanbau, er hat mit der ersten Ernte bereits 2500 Euro verdient und das wird auch weiterhin so gehen. Aber das ist nicht alles. Er steht inzwischen etwas früher auf als sonst und lebt ordentlicher. Er hat nur wenig Platz und wenn er diesen Nutzen will, dann muss er halt Ordnung halten und darf seinen Müll nicht überall herum liegen lassen. Seine kleine Wohnung ist inzwischen wohnlich geworden. Seinen halb kaputten Schrank hat er repariert, er hat ihn einfach mit ein paar Winkeln verstärkt, nun wackelt er nicht mehr. Auch Gerald wird nun endlich ein Stück erwachsen und verantwortungsbewusst.

         So sitzt Gerald nach dem Giessen vor seinem Fernseher, es laufen nur Talkshows, das langweilt ihn zu Tode. Auch das ist einer seiner Gründe lange zu schlafen. Er kann sich um die Mittagszeit einfach noch nicht beschäftigen. Also gut, dann soll es heute so sein, er wird etwas tun, was er schon seit langem tun wollte. Er wird in den Laden gehen und sich dort einen PC kaufen. Er will sich unterhalten können, nicht nur mit dem Fernseher. Er muss aber zuerst noch ausharren, er muss auf Lauren warten, dieser hat den Wagen den er zum Transport von dem Computer braucht. Die Zeit vergeht mal wieder nur langsam. Wenn Lauren einen Computer hätte, dann könnte er nun ein wenig spielen, irgendetwas, eine Aufbausimulation wie Age of Empires, das hat er schon einmal bei Pablo und Malten gespielt, das ist ganz gut. Das wird er sich dazu kaufen und dann setzt er sich vor den Rechner und ist beschäftigt.

         Endlich ist es soweit, Gerald kann los gehen. Er hat sich noch einen kleinen Kopf geraucht und verläst das Haus. Er läuft gemächlich durch die Stadt, der Spätsommer ist schön. Er ist im Sommer sogar manchmal mit Lauren oder auch mit Anki im Freibad gewesen, das war schon toll. Mit Anki ist er manchmal ein Eis essen gewesen, danach dann ins Kino. Man muss mit einer Frau ja ein wenig was machen, er kann mit Anki nicht die ganze Zeit wie mit Lauren in der Wohnung abhängen. Bei Lauren ist es aber auch so, dass er nach der anstrengenden Arbeit nicht mehr unbedingt viel machen möchte, er möchte dann auch entspannen. So läuft Gerald die Strassen entlang. Er hat ein Shirt an, darüber trägt er eine Sommerjacke. Er sieht nun richtig gut aus, er wäscht sich regelmässig, seine Haare sind gut geschnitten, er sieht gepflegt aus. Anki mag das so. Dann erreicht er den Block von Lauren und klingelt. Er hat das Auto noch nicht gesehen und auf das Klingeln wird ihm auch nicht geöffnet. Gerald flucht, nun immerhin ist das Wetter gut. Er setzt sich auf den Bordstein und wartet. Er muss eine knappe Stunde warten, dann kommt Lauren endlich. Er parkt und kommt Gerald entgegen.

„Verdammte Überstunden, tut mir leid Gerald. Ich habe schon extra schnell gearbeitet aber es ging nicht schneller. Ich habe mir was aus der Frittenbude mit gebracht. Ich dachte, dass du nichts gegen eine Pommes Currywurst ein zu wenden hast, du hast doch auch Hunger?“

„Man Lauren, das ist spitze. Klar esse ich auch was. Dann lass uns schnell hoch, ich will in den Laden und den Computer kaufen.“

         Die beiden gehen die Treppen hoch, Lauren stellt die Tüte mit dem warmen Essen ins Wohnzimmer, er holt Cola und Gläser. Gerald setzt sich und wartet auf Lauren, dieser gibt ihm sein Essen. Die beiden lassen es sich gut gehen, Gerald mischt noch einen kleinen Kopf auf und sie rauchen. Dann aber schaut Gerald auf die Uhr.

„Verdammt Lauren, wenn wir das heute noch schaffen wollen, dann müssen wir jetzt auch los. Also komm schon, relaxen kannst du später noch.“

„Ja, ist ja gut. Dann fahren wir jetzt halt los.“

         Die beiden verlassen die Wohnung und gehen zum Wagen. Sie fahren zum Saturn und betreten die Computerabteilung. Hier stehen mehrere ausgepackte Computer, die Werte stehen auf den Schildern vor den Geräten. Gerald sieht sich die Geräte an, hier gibt es die billigsten Geräte für 400 Euro, die teuersten kosten 1200. Gerald wägt ab, was wäre für ihn ein guter Rechner, er hat natürlich eine hohe Anforderung an das Gerät, er will Computer spielen. Er will aber auch nicht so viel Geld ausgeben. Lauren meint, dass die mit 600 Euro bereits reichen würden. Aber Gerald entscheidet sich dann für ein Gerät, das 850 Euro kostet. Der Verkäufer bestätigt Geralds Entscheidung und meint, dass es sich bei diesem Gerät um ein gutes handeln würde, welches auf jeden Fall Gamertauglich wäre. Nun sucht er sich noch einen guten Flachbildschirm und zwei Boxen aus dem Angebot heraus. Dann gehen Gerald und Lauren in die Spieleabteilung. Schnell findet Gerald das Age of Empires, das Spiel ist nicht mehr aktuell, dafür aber billig. Er nimmt auch noch eine Spielesammlung mit, die Spiele kennt er zwar nicht aber einige von ihnen werden schon gut sein. Nun hat er alles. Sie gehen zur Kasse und bezahlen. Das sind nun gut 1250€, die Gerald hier ausgibt aber was soll’s, dafür hat er nun einen PC, der ihm die nächsten Jahre Freude bereiten wird. Lauren bringt Gerald nach Hause, zusammen tragen sie den Rechner zur Wohnung rauf. Gerald kann es gar nicht abwarten, das Gerät an zu schliessen. Er packt den Monitor aus und stellt ihn auf eine leere Bierkiste. Dann packt er den Rechner aus und stellt ihn daneben. Er klemmt alles an, auch die kleinen Boxen. Nun fährt er den Rechner hoch, es klappt alles. Lauren sitzt dabei und gibt ihm Tipps, schliesslich muss Gerald erst einmal den Rechner einrichten. Das ist aber schnell erledigt und nun ist es soweit, er hat das Age of Empires in das Laufwerk geschoben, der Rechner lädt, er installiert das Spiel. Währenddessen mischt er schnell einen auf und raucht, auch Lauren zieht von der Bon. Nun ist das Spiel installiert und Gerald kann mit dem Spiel beginnen. Lauren meint, dass ihm das zu langweilig ist, er fährt heim. Gerald ist das in diesem Moment egal. Er sitzt vor dem Computer und spielt. Es macht ihm richtig Spass sich sein eigenes kleines Reich auf zu bauen und dann gegen den Gegner zu kämpfen.

 

         In den nächsten Tagen sitzt Gerald viel vor dem Rechner und spielt. Dabei vergisst er sogar zu rauchen, er ist regelrecht süchtig nach diesem Spiel. Immerzu muss er von neuem Beginnen sich sein eigenes kleines Reich auf zu bauen, er muss Truppen aufstellen und gegen seinen Feind kämpfen. Schnell hat er erkannt, dass er Säulen vor eine Mauer setzen kann. Der Feind greift dann diese Säulen an und nicht mehr die Mauer, unterdessen können Geralds Truppen den Feind beschießen. So hat er ihn ausgetrickst und vorher schwere Level sind auf einmal sehr leicht. Aber bei all dem vergisst er seine Anki nicht. Wenn sie für ihn Zeit hat, dann besucht er sie, er geht mit ihr aus und lernt ihre Freunde kennen, die ihn aber nicht wirklich interessieren. Aber für Anki macht er das alles gerne mit, um ihr zu gefallen, um dann bei ihr schlafen zu können, um mit ihr zu schlafen. Auch seine Cannabiszucht vernachlässigt Gerald nicht. Er kümmert sich jeden Tag um die Pflanzen. Er ist sogar mit Lauren zum Growshop gefahren um Blumenerde zu kaufen, er hat die Setzlinge nun in die weiche Humuserde gesetzt, die er immer gut feucht halten muss. Die Erde ist so luftig, sie trocknet schnell aus. Aber Gerald achtet auf alles. Ein mal in der Woche nimmt er sich einen der Töpfe vor und spült ein wenig Wasser durch um zu messen, wie hoch der EC-Wert ist. Er düngt nun vorsichtiger, in der Wachstumsphase dürfen die Setzlinge nicht so viel Dünger haben, das bremst das Wachstum. Später in der Blüte ist es dann aber besser, wenn die Pflanzen viel Dünger im Boden haben. Ein Wert von 4,0 bis 4,5 EC ist dafür gut. Um diesen Wert zu erreichen gießt Gerald mit einer Nährstofflösung von 2,0 bis 2,2 EC, wenn er den Wert dann erreicht hat geht er runter auf 1,6 bis 1,8 EC. Somit erreicht er ca. in der vierten Blütewoche den gewünschten EC-Wert. Vorher können die Pflanzen noch gut wachsen und nun können sie mit dem reichlichen Dünger die Blüten aufbauen. Wenn man den Wert des Gießwassers nach dem Wert in dem Drehnagewasser bestimmt, dann kann man mit dem Düngen schon nichts mehr verkehrt machen. So kann man seine Pflanzen todsicher heran ziehen. Es muss einfach gelingen. Und Gerald steht jeden Mittag wieder kurz vor seinen Pflanzen und ist zufrieden. Sie wachsen üppig, sie gedeihen, die Blüten bilden sich, die ganze Fläche ist von den Pflanzen ausgefüllt. Er könnte eigentlich nichts besser machen.

         Der Sommer ging in den Spätsommer über, aber auch dieser ist nun vorüber. Es wird kühler, die Tage werden kürzer. Es ist bereits der 10 November, es ist ein Samstag. Gerald ist bei Anki aufgewacht, er hat mit ihr gefrühstückt um sie dann zu verlassen. Sie wollte ihre Ruhe haben, sie mag es nicht, wenn er die ganze Zeit über da ist. Er muss sich halt damit zufrieden geben und er kommt damit auch gut klar. Er will sich gar nicht mit ihr eine Wohnung teilen müssen, er will sie gar nicht jeden Tag um sich haben. Sie ein zwei mal in der Woche zu treffen und sie dann zu ficken, das ist super. Gerald ist heim gegangen um sich um seine Pflanzen zu kümmern. Die Pflanzen sind voll ausgewachsen, die ganze Fläche ist einfach nur grün, man kann den Boden nicht mehr sehen. Die Pflanzen bilden die Blüten hervor und duften herrlich nach Cannabis. Gerald gießt die Pflanzen schnell. Er hat noch ein paar vereinzelte Trauermücken, sie sterben nicht ganz aus, einige von ihnen halten sich trotz dessen, dass er im Boden die Nematoden hat. Aber dank der Nematoden können sich die Trauermücken nicht mehr ausbreiten und er ist vor einer Plage sicher. Das giessen ist aber schnell erledigt, er muss nun weiter zu Lauren. Es hat letzten Donnerstag ein wenig gefroren. Die vier outdoor Pflanzen sind noch nicht geerntet worden, sie sind nicht recht reif gewesen. Nun können sie aber nicht mehr abwarten, es gibt den ersten Bodenfrost, sie müssen die Pflanzen abernten und rein holen.

         Gerald erreicht Laurens Block, er klingelt an und ihm wird geöffnet. Lauren sieht noch ein wenig verschlafen aus aber er bittet Gerald in sein Wohnzimmer.

„Setz dich, Gerald. Auch einen Kaffe? Ich muss erst mal wach werden, ist gestern spät geworden und ich habe total verschlafen. Aber ist ja Wochenende, dann darf einem das auch mal passieren.“

„Einen Kaffe kann ich wohl noch vertragen. Aber lass uns dann auch bald los, ich will bei den Pflanzen auch noch was sehen können. Wir müssen sie ja schliesslich noch ernten.“

„Wie ernten? Wir schneiden sie ab und das war’s dann. Willst du die Blüten da etwa noch mit der Schere bearbeiten?“

„Quatsch. Ich will die grossen Hauptblätter alle runter reissen, die können direkt da bleiben, dann muss ich sie nicht entsorgen. Sonst mache ich das bei mir in der Wohnung und dann müssen wir los und die Blätter irgendwo entsorgen. Hast du da Lust zu, hier noch mal extra hin zu fahren?“

„Ne, hast recht. Aber den Kaffe brauche ich noch. Und dreh mal ne Tüte, Bon will ich noch nicht. Sonst bin ich direkt wieder stoned.“

         Also gut, dann halt einen Joint, Gerald fängt an zu bauen. Lauren stellt ihm eine Tasse und Milch auf den Tisch. Gerald hat den Joint fertig gebaut, er raucht an und gibt an Lauren weiter.

„Man, das war gestern was, wir hätten den Whisky weglassen müssen. Du warst ja bei Anki, hast dir da einen schönen Abend gemacht aber ich, ich hatte Jankal zu besuch. Der meinte, dass wir zu zweit so ne Flasche wohl schaffen würden und dazu dann noch die Kifferei. Man, ich war fertig, er hat hier auf dem Sofa geschlafen, ist aber vor mir wach geworden und schon wieder los. Die Sauferei, das ist nichts. Das sollte man verbieten und dafür das Kiffen erlauben. Kiffen ist viel geiler, da geht’s einem am nächsten Tag auch nicht so dreckig.“

         Gerald erblickt die leere Flasche auf dem Tisch. Auch noch das harte Zeug denkt er sich. Lauren reicht den Joint zurück und Gerald kann ziehen. Sie rauchen auf, trinken den Kaffe und dann geht es auch schon los. Lauren sitzt ziemlich blas und fertig vor dem Steuer aber er hat ja nicht getrunken. Das beeinträchtig die Wahrnehmung richtig. Lauren hat gekifft, dann fährt er eigentlich ruhiger und sogar besser als sonst. Das geht eigentlich den meisten Leuten so, die Gerald kennt. Solange sie nicht richtig stoned sind können sie alle noch fahren. Es ist ja sogar so gewesen, dass Seefahrer auf hoher See gekifft haben um ihre Sinne zu erweitern, damit sie Gefahren früher erkennen können. Aber vermutlich war das auch nur die Ausrede dazu, sich einen zu kiffen. Aber egal, das tut ja auch nichts zur Sache. Lauren fährt heute sogar mal nach Vorschrift, er scheint es nicht eilig zu haben. So erreichen sie dann das Waldstück. Sie haben ein Messer und Müllbeutel dabei. Gerald hat während der Fahrt einen Joint gebaut, den rauchen sie jetzt, während sie durch den Wald gehen. Sie erreichen die kleine Bauschuttwiese, es dämmert bereits. Gerald wirft den Joint weg und geht zu der ersten Pflanze. Die Blüten sind nicht besonders dick, sie sind nicht besonders fest aber sie scheinen harzig zu sein. Für die Blubber wird dieses Ganja wohl nicht das richtige sein aber man wird es gut in Tüten rauchen können. Gerald beginnt damit den Pflanzen die grossen Blätter runter zu reissen und wirft diese achtlos hinter sich.

„Los Lauren, fang an, bevor es ganz dunkel ist und du nichts mehr siehst. Nimm dir die Pflanze da vor und reiß ihr die grossen Blätter runter. Ist ganz leicht.“

„Wenn du meinst, dann fang ich mal an.“

         Zusammen reissen sie den Pflanzen die Blätter runter, so dass nur noch die Stiele mit den Blüten über bleiben. Dann nimmt Gerald das Messer und schneidet die einzelnen Triebe der Pflanze runter, so dass diese in die Mülltüten passen. Die Arbeit geht schnell weiter, wenn man die Blüten nicht mit der Schere frisiert ist es gar nicht so viel, was man tun muss. Es ist bereits am dunkel werden, als Gerald die letzte Pflanze klein schneidet und in die zweite Mülltüte steckt. Nun sind sie fertig. Sie binden die Müllbeutel zu, damit die Luft nicht zirkulieren kann, damit die Beutel nicht stinken. Sie gehen zurück zum Auto, verfrachten die Beutel in dem Kofferraum und dann fahren sie los. Sie müssen nun nur aufpassen, dass sie nicht von der Polizei angehalten werden. Sie haben die ganze Zeit mit den Pflanzen gearbeitet. An ihren Händen klebt das Harz, sie riechen nach den Pflanzen. Wenn sie nun angehalten werden, dann müssen sie damit rechnen durchsucht zu werden. Dann hätten sie zwei Müllsäcke voll mit frischem Gras im Kofferraum, das käm dann gar nicht gut. Aber es geht alles gut. Sie erreichen den Wohnblock von Gerald, es ist bereits Dunkel und es stehen nur ein paar Kinder auf der Strasse herum. Gerald und Lauren steigen aus, sie nehmen die zwei Müllsäcke aus dem Kofferraum und gehen in das Haus. Sie gehen die Treppe hoch, einer von Geralds Nachbarn kommt ihnen entgegen, in Jogginghose und Unterhemd. Er trägt zwei Tragetaschen voll mit leeren Falschen, die er in das Treppenhaus stellen will, der Flur steht bereits voll. Scheiss Alkoholiker, das und nicht die Kiffer sind der Abschaum der Gesellschaft. Leben von Harz IV und können ihre Alkoholsucht davon voll finanzieren. Dann sitzen sie da, saufen den ganzen Tag und machen nichts mehr. Sie verrotten am lebendigen Leib, die Wohnung steht voll mit Flaschen und Unrat, sie waschen sich nicht mehr und stinken. Gerald grüsst den Mann nicht, er geht schnell an ihm vorüber. Da hört er die Stimme von dem Mann.

„Ich habe euch genau gerochen, scheiss Kriminelle, anzeigen sollte man euch. Wist ihr nicht, dass das verboten ist?“

         Gerald springt die Sicherung raus. Er packt es nicht, gerade dieser Penner muss ihn anmachen, steht da in seiner fleckigen Jogginghose mit Unterhemd, es ist Abends und der hat sich noch nicht einmal was angezogen. Stellt den ganzen Flur voll mit seinen Flaschen und die Kakerlaken, die Gerald mal hatte, die kommen von ihm. Er läst den Müllsack fallen, dreht sich um und geht dem Alki hinterher.

„Hör mir mal zu du Sprittkopp, bist den ganzen Tag am saufen, lebst vom Staat, lebst in deinem Müll und du stinkst. Wenn du meinst mit mir ein Problem zu haben, dann kann ich dich auch jetzt auf der Stelle umboxen, so besoffen wie du bist kannst du ja ohnehin nicht mehr gerade stehen. Von deiner Sorte kann ich auch drei auf einmal umnieten. Also was ist jetzt, brauchst du neue Zähne oder was hattest du gerade zu melden?“

„Ne man, ist ja schon gut, ich hab’s ja nicht so gemeint. Wenn ihr mich in Ruhe last dann mach ich auch nichts.“

„Schon besser. Dann wollen wir das mal schnell vergessen. Komm Lauren, wir gehen.“

         Sie lassen den Alki zurück, dem sie nun doch einen Schrecken eingejagt haben. Aber wenn er meint, solche Sprüche bringen zu müssen, ausgerechnet er, dann versteht Gerald keinen Spass mehr. Sie gehen in Geralds Wohnung. Aus den Ritzen der Growbox kommt ihnen ein wenig Licht entgegen, bevor sie die Lampen anstellen. Gerald ist zufrieden, sie haben es geschafft, die Pflanzen sind in der Wohnung, sie sind soweit geerntet, dass sie die Zweige nun zum Trocknen aufhängen können. Aber zuerst mischt Gerald einen Kopf auf.

„Verfluchter Alki, weist du Lauren, wenn solche Leute, ausgerechnet solche Penner Sprüche bringen, dann raste ich aus. Ich hätte dem ohne zu zögern stumpf in die Fresse gehauen. Wie kommt der drauf uns anzeigen zu wollen? Ausgerechnet er, sitzt da in seinem eigenen Müll rum, jeden Tag nur saufen und kriegt nichts und zwar rein gar nichts auf die Reihe. Von solch einem Arsch las ich mir doch nicht erzählen, was ich zu machen habe, wie ich leben soll. Dem schlag ich die Zähne ein, wenn der mich dumm anmachen will.“

„Beruhig dich Gerald. Ist ja nichts passiert. Ist halt nen Spritti, die sind halt anders als wir. Die saufen sich dumm, die machen nichts mehr ausser saufen, mit denen ist gar nichts mehr los. Ist halt so, dass Alkohol die Droge ist, die einen kaputt macht. Weist du, wenn ich richtig viel kiffe, dann kann ich nichts Schlimmes mehr machen aber wenn ich richtig besoffen bin, dann geht es los. Dann werde ich aggressiv oder gehe den Weibern an die Wäsche. Dann mache ich Dinge und kann mich am nächsten Tag nicht einmal mehr daran erinnern. Das ist schlimm, so etwas kommt beim Kiffen nicht vor.“

„Das ist klar, kiffen ist halt geil, die Leute sind halt korrekter, wollen einen nicht schlagen oder dumm anmachen. Jeder versteht einfach jeden. Das ist es doch, was Reggae Partys ausmacht, findest du nicht auch?“

„Jetzt stopf endlich die Mischung in den Kopf und las uns einen durch ziehen. Ich habe langsam Lungenschmacht.“

         Gerald gibt die Mischung in den Kopf, er hat ihn voll gestopft und raucht nun an, er gibt an Lauren weiter, dieser zieht nach ihm. Sie lehnen sich zurück und sind zufrieden. Dann aber öffnet Gerald die Müllbeutel und holt die Zeige heraus, es ist ein ganzer Haufen. Er nimmt sich seine Leine und spannt sie zwischen Blütekammer und Schrank. Es entstehen mehrere Leinen, an diese hängt Gerald nun die Zweige von den Outdoorpflanzen. Die ganze Wohnung richt nun nach Ganja, sie haben die Tür zum Flur verschlossen. Das einzige, was sie nun rettet ist der Aktivkohlefilter, der die Luft aus der Wohnung ansaugt und filtert. Dadurch muss nun ständig frische Luft nachströmen, so bleibt der Geruch in der Wohnung. Gerald ist gespannt, wie viel an den vier Pflanzen dran sitzen wird. Es ist nicht ganz das richtige Material für outdoor gewesen, die Blüten sind nicht einmal ganz reif geworden. Aber egal, sie werden schon ein wenig wirken und ansonsten kann man auch mehr von den Blüten in den Joint drehen. Das wird schon wohl irgendwie gehen.

         Lauren bleibt noch etwas bei Gerald. Dieser kocht Reis mit einer Pilzsoße, sie essen zusammen. Dann aber fahren die beiden zu Lauren um dort den Abend zu verbringen. Als Gerald in der Nacht wieder heim kommt und den Flur betritt, der zu seiner Wohnung führt kann er einen leichten Ganja Geruch feststellen. Das ärgert ihn, er mag es nicht, wenn seine Pflanzen auf den Flur hinaus riechen. Aber einige seiner Nachbarn kiffen auch, der Geruch kann also auch von ihnen kommen. Gerald geht in seine Wohnung, er raucht noch einen Kopf, dann legt er sich hin.

 

         Am Donnerstag sind die Blüten trocken, Gerald hat sie mit der Nagelschere von den Ästen ab getrennt und in einen Schuhkarton gefüllt. Nun hat er noch ein paar trockene Zweige da, die er aber gemeinsam mit Lauren bei dem Bauschutt entsorgen wird, aber erst nach der nächsten Ernte. Gerald ist gespannt, wie viel Ganja hat er nun von diesen Pflanzen geerntet? Er füllt die Blüten in die Beutel ab und füllt sie auf 50 Gramm auf. Er füllt sieben der Beutel und hat noch 22,5 Gramm über. 372,5 Gramm hat er von den Outdoorpflanzen geerntet. Das ist ein guter Bonus. Jetzt muss er das Material aber erst einmal testen. Es ist zu Blättrig für die Bon, er dreht sich einen Joint und gibt von den Outdoorblüten gut dazu. Er raucht an. Er sitzt auf seinem Sofa und raucht diesen Joint, er ist gut. Er hat von den Blüten gut rein gemischt, der Joint schmeckt etwas Blättrig aber von der Wirkung kommt er gut, eher noch etwas higher als die Indoorblüten. Aber das stört Gerald nicht, er ist gerne High. Es gibt nichts besseres, als ein gutes Gras zu rauchen, davon High zu werden und die ersten Effekte zu kriegen.

         Gerald ist zufrieden, nun muss er sich aber um seine Pflanzen kümmern, da ist er noch nicht zu gekommen. Er öffnet die Growbox und steht vor den Pflanzen, sie sind 80 bis 110cm gross, sie stehen da, satt grün. Die untersten Blätter sterben bereits ab, sie bekommen nicht genug Licht um sich am leben zu erhalten. Gerald nimmt eine der Blüten zwischen die Finger und richt an ihr. Das ist gut denkt er sich. Er will gerade mit dem giessen beginnen, da fällt ihm etwas auf. Eines der Hauptblätter hat merkwürdige kleine Punkte, Gerald sieht es sich genauer an. Das Chlorophyll fehlt in diesen kleinen Punkten, er versteht es nicht. Er sieht sich das Blatt von der anderen Seite an, er zuckt zusammen. Kleine weisse Punkte mit kleinen Beinen kann er erkennen, sie krabbeln sogar unter dem Blatt entlang. Verdammt, Gerald ist geschockt, das müssen sie sein, Spinnmilben. Jankal hat ihm im Jahresanfang erklärt, dass er sie hat und im Frühjahr, wenn die Luftfeuchtigkeit zunimmt los werden will. Nun ist es Herbst, es ist kalt. Die Kalte Luft wärmt sich in der Wohnung stark auf und ist dann trocken, besonders unter den erwärmenden Lampen. Das müssen nun also gute Bedingungen für Spinnmilben sein. Was kann er denn jetzt nur machen, diese kleinen Ungeheuer beißen ihm Löcher in die Blätter seiner Pflanzen. Das darf nicht sein, er wollte doch die perfekte Ernte einholen, mit einem Rekordergebnis. Er muss zu Alex, der ist ihm zugetaner als Jankal. Dieser will nicht gestört werden aber mit Alex ist er inzwischen gut befreundet, er hat immer Zeit für ihn und seine Fragen gehabt. Eigentlich wollte Gerald sich einen ruhigen Tag vor dem Computer machen aber das wird nun nichts mehr, er muss zwar noch etwas warten, bis Alex von der Arbeit heim kommt aber dann wird er zu ihm gehen. Gerald sucht erst einmal die grossen Blätter seiner Pflanzen ab, immer wieder mal kann er die Löcher in dem satten Grün erkennen, wenn er die Blätter dann um dreht, dann findet er die Spinnmilben. Es durchzuckt ihn, wie konnte er auch nur so dumm sein, er flucht. Er hätte das Outdoorgras niemals in seine Wohnung bringen dürfen, es ist doch ganz logisch, dass auf diesem Material auch Schädlinge beheimatet sind, die dann ihre neue Heimat in seiner kleinen Cannabisfarm finden. Er hat sich die Spinnmilben selbst eingeschleppt, wie kann man nur so dumm sein. Gerald fasst es nicht, wie konnte ihm das nur passieren? Jetzt ist es aber zu spät, jetzt hat er diese Schädlinge und muss mit ihnen fertig werden. Vielleicht hat Alex ja wieder eine ganz einfach Lösung, so wie mit den Trauermücken. Die machen jetzt ja auch keine Probleme mehr.

         Gerald hat abgewartet. Er hat sich einen grossen Kopf rauchen müssen um wieder ruhiger zu werden. Nun ist es aber soweit, Alex wird gleich heim kommen. Gerald verläst die Wohnung, er nimmt den Bus und fährt zu Alex raus. Endlich hat er die Wohngegend erreicht. Er geht zu den Reihenhäusern und klingelt bei Alex an. Ein älterer Mann macht ihm die Tür auf, es ist der Vater, der bei der Polizei arbeitet. Der Schnauzbart ist Gerald direkt unsympathisch, auch ansonsten mag er diesen Mann nicht.

„Hallo, ist Alex schon da? Ich möchte ihn gerne sprechen.“

         Ohne etwas zu sagen dreht sich der Mann um, er geht zur Treppe und ruft hinauf, dass Alex kommen soll. Es vergeht ein kurzer Moment und Alex kommt die Treppe runter.

„Hallo Gerald, hatte gar nicht mit dir gerechnet. Wir hatten uns doch nicht verabredet?“

„Nein Alex, das nicht aber ich muss dich unbedingt sprechen. Aber nicht hier im Hauseingang.“

„Schon klar, komm hoch, ich hole eine Cola. Bin gleich bei dir.“

         Gerald geht hoch in Alex Zimmer, er setzt sich, da kommt Alex auch schon zur Tür herein, er hat eine Cola und zwei Gläser dabei. Er schenkt ein.

„Schon wieder was mit den Pflanzen? Was ist es, las mich raten. Zu dieser Jahreszeit sind es oft die Spinnmilben. Die wissen draussen nicht mehr weiter und unter den heissen Lampen finden sie trockene Luft und saftige Pflanzen vor. Habe ich Recht?“

         Gerald ist beeindruckt.

„Scheisse verdammt, ja, du hast Recht. Ich habe mir die Spinnmilben ein gefangen. Ich hatte draussen was stehen und habe das zum trocknen rein geholt. Habe heute die trockenen Blüten geerntet und dann habe ich mir meine Pflanzen angesehen. In den satt grünen Blättern sind kleine Löcher, da ist kein Chlorophyll mehr. Unter den Blättern sind ganz kleine weise Spinnentiere, die waren sonst nicht da.“

„Klarer Fall, Spinnmilben. Die fühlen sich bei dir übrigens sauwohl und legen pausenlos Eier. Bald werden sie deine Blätter mit diesen kleinen Löchern durchsieben, sie werden unter jedem Blatt sitzen und den Saft deiner Pflanzen saugen. Wieso bist du auch so blöde und schleppst das Material von draussen mit rein? Das ist doch wohl klar, dass diese Biester da drauf sitzen und nur darauf warten, sich unter deinen Lampen zu sonnen.“

„Ja, hab ich mir auch gedacht, ganz schön blöde, oder?“

„Wirklich saudumm, Gerald, denk doch mal nach. Kannst dir die Viecher doch nicht auch noch in die Wohnung holen. Jetzt wirst du die nicht mehr los.“

„Wie meinst du das, ich werde die nicht mehr los? Ich kann doch bestimmt irgendwas dagegen spritzen, ich kann doch was machen, oder?“

„Ist schwierig jetzt noch was zu machen, deine Pflanzen blühen doch schon?“

„Ja, sie sind in der sechsten Woche.“

„Dann kannst du nicht mehr spritzen, ist zu spät dafür. Kannst ja schliesslich mit dem Spritzmittel nicht auf die Blüten gehen. Ne, da ist nichts zu machen. Aber selbst wenn du spritzen könntest, das würde nicht viel bringen. Wenn die Luft warm und trocken ist, dann sind die Spinnmilben unverwundbar. Dann macht ihnen das Spritzmittel nichts, das verdauen sie dann einfach. Du musst sie kriegen, wenn es kühler ist und die Luft feucht ist. Dann kann man sie gut bekämpfen.“

„Gibt es nicht Raubmilben, die fressen doch die Spinnmilben und rotten sie aus. Ich kann mir doch welche kaufen und dann löst sich das Problem.“

„Ne, das denken viele aber das ist nicht so. Raubmilben mögen die Hitze und die Trockenheit unter deinen Lampen nicht besonders. Sie können sich dann nicht entwickeln und sterben. Selbst wenn sie genügend Spinnmilben zum fressen haben, sie fressen sie einfach nicht und breiten sich nicht aus. Gegen Spinnmilben kannst du nur dann erfolgreich vor gehen, wenn die Luft feucht ist, dann wirken die Spritzmittel, dann können sich die Raubmilben entfalten. Zurzeit sieht es schlecht aus für dich, tut mir leid.“

„Aber Alex, ich muss doch irgendwas machen können, irgendwas muss doch gegen diese Viecher wirken.“

„Naja, du kannst alle zwei drei Tage die Unterseiten der Blätter mit einem feuchten Schwamm abwischen um die Spinnmilben und ihre Eiablagen so zu zerreiben aber glaub mir, das bringt auch nicht viel und ist wirklich viel Arbeit. Du musst ja jedes einzelne Blatt abreiben. Aber damit wirst du die Viecher auch nicht los. Wenn du sie los werden willst, dann musst du nach der Ernte zwei Wochen Pause machen, du musst das gesamte Pflanzenmaterial und die Erde entsorgen und alles richtig sauber machen. Dann fängst du mit neuen Stecklingen wieder an und die behandelst du dann alle paar Tage mit Spritzmittel, zur Vorbeugung. Das könnte klappen. Aber selbst das ist nicht sicher. Es müssen sich nur irgendwo ein paar Eier halten und dann geht alles von vorne los. Spinnmilben sind neben Blütenschimmel das absolute Problem. Man kriegt seine Pflanzen zwar bis zur Ernte durch, wenn man die Jungpflanzen frei halten konnte aber zur Ernte sehen die Pflanzen dann echt scheisse aus. Wirst du ja selber sehen.“

„Also gehen die Pflanzen deswegen jetzt nicht zugrunde?“

„Nein, das nicht. Solange du die  Pflanzen sauber in die Blüte gestellt hast kriegst du sie auch durch. Kritisch wird es dann, wenn deine Jungpflanzen auch schon stark befallen sind und dann nicht mehr die Kraft zum wachsen haben. Dann wird die Ernte etwas früher und deutlich magerer ausfallen.“

„Dann geht es ja noch. Dann werde ich mal schnell von dir aus Jankal anrufen, ich brauche meine Stecklinge dann doch erst zwei Wochen später.“

         Alex holt schnell das Telefon und Gerald klärt alles mit Jankal ab. Dieser hat die Stecklinge zum Glück noch nicht geschnitten. Gerald muss sich irgendwie bei Alex bedanken.

„Alex, komm doch mit zu mir, wir rauchen uns richtig geil dicht, was meinst du?“

„Sicher, wenn du mich einlädst.“

         Mit Alex Wagen erreichen sie schnell das Haus von Gerald, sie gehen hoch. Nun richt es auf dem Flur auch nicht mehr nach Ganja, alles ist unauffällig. Sie gehen in die Wohnung und Gerald öffnet die Growkammer.

„Hier, kannst sie dir mal ansehen. Hab die Viecher wie gesagt erst heute entdeckt. Ich misch erst mal einen auf.“

„Ja, das ist typisch für die Spinnmilben, bei Wärme und Trockenheit löchern sie die Blätter, ah, da sitzen sie. Unter den Blättern zu den Blattadern. Da stechen sie zu und saugen den Saft. Es sind noch nicht viele aber glaub mir, die legen jeden Tag ihre Eier, du wirst bald einer Invasion von Spinnmilben gegenüber stehen. Musst zusehen, dass du die ganz schnell wieder los wirst aber wie gesagt, bei trockener und warmer Luft wie hier bei dir ist das schwierig.“

„Kann ich denn nicht irgendwas machen um die Luft zu befeuchten? Gibt es nicht Luftbefeuchter?“

„Klar, die gibt es, Ultraschallbefeuchter, aber die ziehen viel Strom. Das ist eine kleine Membran und die liegt im Wasser. Die Membran schwingt genau so, dass sie die Struktur vom Wasser zerreist. Es bilden sich winzig kleine Aerosole, das ist Nebel, der entsteht. Die Trockene Luft zieht diesen Nebel auf und ist ein wenig feuchter. Im Growshop kannst du diese Ultraschallbefeuchter bestellen. Die Schwinger sind in Schwimmern angebracht. Du nimmst einfach ein Fass mit Wasser und legst den Ultraschallbefeuchter hinein, der schwimmt dann und vernebelt das Wasser. Über das Fass kannst du dann einen Lüfter her wehen lassen, damit der Nebel sich nicht sofort wieder setzt sondern in die Luft übergehen kann. Aber das ganze ist mit einem Problem verbunden. Du kannst kein normales Leitungswasser verwenden, da ist Kalk drin und der setzt sich auf die Membranen und zerstört diese. Du musst Wasser aus einer Umkehrosmoseanlage verwenden, diese filtert das Wasser. Vier Liter Wasser werden in den Abfluss geleitet um einen Liter gereinigtes Wasser zu erhalten. Also ich würde mir das überlegen, ob sich der Aufwand lohnt. Eine Umkehrosmoseanlage kostet über 100 Euro und was die Ultraschallbefeuchter kosten, das weis ich nicht genau. Es ist auch so die Frage, ob die diese Geräte überhaupt noch haben, manchmal gibt es die zu kaufen, manchmal nicht.“

„Ich mach das, ich werde mir eine Luftbefeuchtung einrichten, mit einer Umkehrosmoseanlage. Und selbst wenn mich das ein paar hundert Euro kostet, das ist mir egal, solange diese widerlichen Biester mir meine Pflanzen nicht zerfressen.“

         Gerald stopft die Bon, er raucht an und reicht an Alex weiter. Dieser zieht auch. Gerald schliesst die Growbox und dann setzen die beiden sich auf das Sofa. Gerald fährt fort.

„Wenn die Schädlinge sich bei trockener Luft ausbreiten, dann muss die Luft eben feuchter werden. Irgendwie wird das auch gehen. Ich werde die Luft befeuchten. Wenn nicht mit Ultraschallbefeuchtern, dann eben anders. Irgendwie muss es gehen.“

„Du darfst auch nicht übertreiben, Gerald. Du sitzt hier in einer verdammt kleinen Bude, du kannst hier nicht jeden Schnick Schnack integrieren. Das passt einfach nicht mehr hier rein, ich meine, du musst hier ja auch noch irgendwie leben.“

„Das wird schon alles irgendwie gehen. Wirst schon sehen, ich installiere eine Luftbefeuchtung. Gleich morgen werde ich in den Growshop gehen.“

         Die beiden sitzen eine Weile da und hören Musik. Sie rauchen noch einen Joint von dem outdoor Ganja und Alex muss zugeben, dass es gut ist, zumindest für ein Outdoorgras. Dann aber muss Alex wieder los, er bringt Gerald noch schnell zu Lauren und dann fährt er weiter. Gerald sitzt bei Lauren im Wohnzimmer und erzählt ihm von den Spinnmilben und das er deswegen eine Luftbefeuchtung braucht. Lauren hört aufmerksam zu und meint, dass er von solchen Dingen keine Ahnung hat. Die beiden bekiffen sich und trinken ein paar Bier dazu. So geht der Abend um.

        

         Es ist gegen Mittag, Gerald steht auf. Das erste, was er macht ist die Growkammer zu öffnen, er will sich erst einmal seine Pflanzen ansehen. Er sieht genau hin und meint zu erkennen, dass es ein paar mehr Löcher in dem satten Grün der Pflanzen sind. Das reicht nun sagt er laut, er ist stinksauer auf seine Dummheit. Wie kann er nur so blöd sein und diese Viecher einschleppen? Aber nun ist es geschehen, er braucht eine Luftbefeuchtung. Zuerst einmal gießt er seine Pflanzen, dann bereitet er die Mischung und raucht, erst danach macht er sich ein Müsli mit Milch fertig um zu essen. Er ist fertig. Er hat Geld eingesteckt, er wird zum Growshop gehen. Dort wird er sich nach einer Luftbefeuchtung erkundigen. Er nimmt den Bus und fährt ein Stück. Dann geht er das letzte Stück, er erreicht den Growshop, es ist wieder der fette Typ da, bei dem er irgendwann mal das EC- und PH-Messgerät gekauft hat. Inzwischen kann er mit den Geräten gut umgehen. Er düngt nun exakt richtig. Er betritt den Laden, es scheint ihm so zu sein, als ob ihn der Dicke wieder erkennen würde. Ab und an muss er ja auch los um sich Dünger zu kaufen.

„Hallo der Herr, ich hoffe helfen zu können.“

„Ich hoffe auch, dass du mir helfen kannst. Ich brauche ein Gerät zur Luftbefeuchtung. Ein Freund hat mir Ultraschallluftbefeuchter empfohlen. Die sollen in dem Wasserfass schwimmen und das Wasser vernebeln.“

„Ja, ich weis um was für Geräte es sich handelt aber ich muss dich enttäuschen, die haben diese Geräte wieder aus dem Sortiment genommen. Keine Ahnung weswegen. Ich kann dir aber Ultraschallbefeuchter mit Wassertank anbieten, die vernebeln dann 300 ml pro Stunde, eine Tankfüllung reicht einen Tag.“

„Nein, das ist nicht das richtige. Das Gerät muss zum einem schon eine gewisse Leistung haben und zum anderen soll es an ein Wasserfass angeschlossen werden. Gibt es da nicht eine bessere Alternative?“

„Wir haben da Geräte im Angebot, die sind aber recht teuer, das ist der Nachteil. Das Wasser kann aus einem Wassertank zugeführt werden, es wird dann zerstäubt und ausgestossen. Mann sollte einen Ventilator auf den Wassernebel ausrichten um diesen weiter in den Raum zu tragen. Es gibt da einmal das Modell HR 15, das stösst bis zu 2 Liter in der Stunde aus, es kostet 399€, wir können aber auch das grössere Modell HR 50 bestellen, das zerstäubt bis zu 6,5 Liter in der Stunde. Dazu empfehle ich ein Hygrostat, welches mit einer Steckdose ausgestattet ist. Solch ein Gerät misst die Luftfeuchtigkeit und steuert das Befeuchtungsgerät an. Dieses Hygrostat würde noch einmal 129€ kosten. An das HR 15 oder  das HR 50 kann ein Wasserfass angeklemmt werden um das Gerät mit Wasser zu versorgen. Ich empfehle durch umkehrosmose gereinigtes Wasser zu verwenden, ansonsten werden Kalkablagerungen zurück bleiben.“

         Gerald überlegt einen Moment.

„Das Gerät mit zwei Litern die Stunde müsst eigentlich reichen. Das Hygrostat bräuchte ich auch. Ich habe jetzt aber nicht genug Geld dabei. Ich müsste morgen noch einmal wieder kommen.“

„Nein, so schnell geht das nun auch nicht. Ich müsste die beiden Geräte dann auch erst bestellen. Das wird bis Ende nächster Woche dauern, bis die Geräte dann hier sind.“

„Gut, dann bestell die beiden Geräte, ich brauche sie. Sag, wenn das Gerät das Wasser zerstäubt, setzt es sich dann nicht auch wieder ab?“

„Das tut es schon, deswegen sollte man einen Lüfter auf den Nebel ausrichten, der diesen Wassernebel dann in den Raum trägt. Solch einen Lüfter kann ich für 34€ anbieten.“

„Nein, einen Lüfter kann ich auch woanders kaufen. Bestell mir die beiden Geräte, damit komme ich dann weiter. Ich komme dann Donnerstag wieder rein. Bis dann.“

         Gerald verläst den Laden. Das kommt ihm ganz schön teuer, 530€ für die beiden Geräte und die Umkehrosmoseanlage muss er auch noch kaufen. Er fährt weiter zu einem Aquariumhandel. Die Fische in den Becken scheinen ihn an zu starren. Er betrachtet sie einen Augenblick, da kommt auch schon der Verkäufer auf ihn zu.

„Guten Tag, kann ich weiter helfen?“

„Ja, ich suche nach einer Umkehrosmoseanlage zur Wasseraufbereitung. Das haben sie doch hier, oder?“

„Aber sicher doch. Ich kann ihnen gleich hier mehrere Modelle anbieten. Ich empfehle Ihnen dieses Gerät, das reinigt durch drei Kammern und ist mit 125€ auch noch recht günstig. Sie müssen es jedoch selber zusammen bauen aber es ist ja eine detaillierte Anleitung vorhanden. Wenn sie sich genau danach richten kann eigentlich nichts schief gehen.“

         Gerald sieht sich den Karton an, das Gerät sieht gut aus.

„Und das Ding zieht mir dann den Kalk und die Nitrate aus dem Wasser?“

„Aber sicher doch. Von fünf Litern leitet das Gerät vier ab und gewinnt einen Liter mit sauberem Wasser. Das Wasser ist dann wirklich rein, wie das destillierte Wasser, das man kaufen kann.“

„Gut, dann nehme ich das Gerät.“

         Gerald kauft das Gerät und macht sich auf den Heimweg. Er erreicht seine Wohnung. Zuerst einmal wird er einen rauchen, erst danach wird er den Karton öffnen. Er stopft die Bon und raucht. Nun geht es ihm gut. Er öffnet den Karton und sieht sich die ganzen Teile an. Es sind drei grössere Kammern mit Anschlüssen, ein Schlauch und einige Verbindungsstücke. Nun liest er sich erst einmal die Anleitung durch. Er soll den Schlauch in kürzere Stücke zerlegen und die Kammern damit verbinden. Diese soll er in die Halterungen einfügen. Wenn das fertig ist kann er das Gerät an seinen Waschmaschinenhahn anklemmen, zum Glück hat er einen obwohl er nicht einmal den Platz für solch ein Gerät hat. Ansonsten hätte er nun ein Problem. Er beginnt mit der Arbeit und unterbricht sie nur um noch einen zu rauchen. Dann aber ist er soweit fertig. Das Gerät sieht nun zwar nicht wie aus der Fabrik aus aber es wird schon irgendwie funktionieren. Er soll es zuerst einmal ein paar Stunden laufen lassen, bevor er das Wasser dann auffangen kann um es zu nutzen. Also gut, er hängt das Gerät an der Duschstange auf, er klemmt es an den Wasserhahn und legt die Schläuche für das Abwasser und das gute Wasser in die Dusche. Er dreht den Hahn auf, er ist erleichtert. Die Umkehrosmoseanlage ist dicht, schon fängt das Wasser an aus dem Abwasserschlauch zu laufen, aus dem anderen Schlauch tröpfelt es hervor aber wenn man das auffangen würde hätte man schnell ein paar Liter zusammen. Gerald wird morgen ein Fass holen und auch einen Schlauch, um ihn bis zu dem Fass zu legen. Er wird nur jedes mal sehr darauf aufpassen müssen, dass ihm das Fass nicht überläuft. Gerald will den Abend nicht allein daheim verbringen. Er wird zu Lauren gehen. Anki hat heute noch keine Zeit für ihn, sie will mit Rike wieder in die Disco aber vorher wollen sie noch shopen gehen. Er wird erst morgen zu Anki gehen können. Aber dann wird er wieder bei ihr schlafen, er freut sich schon darauf. Sie nimmt nun sogar die Pille für ihn, damit er sie ungeschützt vögeln kann. Wenn er nur daran denkt wird er ihm in der Hose hart. Er lenkt sich schnell ab, er packt sein Ganja ein, zieht seine Jacke über und verläst die Wohnung. In der Nacht hat es wieder gefroren. Gut, dass sie die Pflanzen rein geholt haben aber sie hätten sie bei Lauren trocknen müssen, dann hätte er nun nicht die Schädlinge. Aber Lauren hätte das nicht mit gemacht, wegen dem Geruch. Er hat ja keinen Aktivkohlefilter, der den Geruch absaugt. Gerald läuft durch die Strassen, es ist bereits dunkel. Er erreicht endlich Laurens Block und kann anklingeln. Ihm wird geöffnet, Lauren empfängt ihn in der Tür.

„Hi Gerald. Kannst durch gehen. Hoffentlich hast du was zum verkaufen dabei, ich könnte mich mal wieder eindecken.“

„Sicher doch, ein paar Gramm habe ich doch immer für dich über.“

         Gerald geht in das Wohnzimmer und setzt sich auf das Sofa. Lauren bringt ihm einen Tee. Gerald nutzt die Zeit zum aufstreuen. Er beginnt.

„Ich habe dir ja gestern bereits von der Luftbefeuchtung erzählt. Ich bin heute los und habe die Geräte bestellt, mit der Umkehrosmoseanlage komme ich über 650€, Wahnsinn, was das immer kostet, oder?“

„Das ist in der Tat nicht billig. Aber inzwischen kannst du es dir ja leisten. Und, wie hast du dir das gedacht? Wie wirst du die Geräte anbringen?“

„Nun, die Umkehrosmoseanlage habe ich bereits zusammen gebaut, die läuft auch schon. Die soll erst mal ein paar Stunden durch laufen, damit sie dann auch reines Wasser liefert, frag mich nicht, wieso. Und dann werde ich unter der Decke ein Wasserfass stellen, so dass es mich nicht stört. Mit einem Schlauch leite ich dann das Wasser von der Umkehrosmoseanlage in das Fass. Das muss weit oben stehen, damit es in den Zerstäuber auslaufen kann. Der schafft bis zu 2 Liter in der Stunde, wird ja wohl reichen. Den Zerstäuber hänge ich in den Pflanzraum auf eine Höhe, dass das Wasser aus dem Fass noch auslaufen kann. Neben den Zerstäuber hänge ich einen Ventilator und der bläst dann das zerstäubte Wasser in den ganzen Raum rein. Die ganze Anlage werde ich mit einem Hygrostat ansteuern, immer, wenn es zu trocken ist leitet dieses den Strom zu dem Zerstäuber weiter und der arbeitet dann.“

„Hört sich gut an, das könnte sogar klappen. Muss ich dir dabei helfen oder schaffst du das alleine?“

„Ich werde das wohl alleine hin bekommen. Ich mache mir nur um eines Sorgen. Wenn ich den Schlauch in das Wasserfass leite und es mir überläuft, wenn ich nicht daran denke, dann habe ich bei mir in der Wohnung eine Überschwemmung. Das wäre nicht gut, besonders nicht, wenn dem Mieter unter mir die Decke nass wird. Das ist dann sofort ein Wasserschaden. Ich muss da dann höllisch aufpassen, dass ich das nie vergesse.“

„Du kannst es auch anders machen. Du bringst einen Schwimmer an. Wenn der hängt, dann schaltet er ein Magnetventil, das dann das Wasser zu deiner Umkehrosmoseanlage weiter leitet. Wenn der Schwimmer schwimmt, dann kann er nicht mehr weiter leiten, dann unterbricht der Strom und deine Umkehrosmoseanlage hört auf zu arbeiten. Wenn du willst, dann kann ich dir das installieren. Musst mir den Aufwand nur hinterher bezahlen. Und das Magnetventil, das müsstest du auch organisieren. Kann man das nicht bei dir im Growshop bestellen?“

„Ist möglich, dann werde ich da morgen noch einmal hin, bevor ich zu Anki gehe. Die haben ja zum Glück auch Samstags auf. Meinst du wirklich, dass du das machen kannst? Das wäre total toll, wenn ich mich da nicht drum kümmern müsste. Dann könnte ich auch ein kleineres Fass nehmen und den Zerstäuber weiter oben in der Kammer anbringen, das hätte nur Vorteile.“

„Klar geht das, kannst dich auf mich verlassen. Besorg mir ein Magnetventil und ich mach das. Einen Schwimmer kann man im Baumarkt kaufen und die ganzen Anschlüsse und den Rest gibt es da auch. Zusammen kriegen wir das schon irgendwie hin. Ganz sicher.“

         Gerald stopft die Bon, sie rauchen gemeinsam einen Kopf. Danach verkauft Gerald Lauren erst einmal zehn Gramm für 75€, er kriegt ja den guten Kurs. Lauren meint, dass er mit dem Ganja nun echt lange auskommt, da er ja nun bei ihm mitrauchen kann. Er meint, dass er nicht einmal mehr die Hälfte für die Kifferei ausgeben muss und am Monatsende nun sogar Geld über behält, das wäre auch gut so, dann kann er auf ein neues Auto sparen. Sein altes macht auch nicht mehr so lange. Die beiden sitzen beisammen und geniessen den Turn vom Ganja. Sie gehen nicht extra auf eine Party, sie sind auch ohne die ganze Action einfach zufrieden.

 

         Es ist Samstag, Gerald steht wieder in dem Growshop, dieses mal ist wieder die junge Frau da, die auch sehr nett zu ihm ist. Er bestellt das Magnetventil und läst sich noch auf ein Gespräch ein. Er erklärt, dass er so doof gewesen ist sein Outdoorgras in der Wohnung zu trocknen, in der er auch anbaut. Nun habe er sich die Spinnmilben ein geschleppt und da man gegen diese nichts machen kann, wenn die Luft so trocken ist würde er nun halt eine Luftbefeuchtung brauchen. Die junge Frau hört ihm genau zu und verspricht, dass das Magnetventil am Donnerstag oder Freitag da sein wird. Das freut Gerald. Zufrieden verläst er den Laden und nimmt den Bus, er fährt zu Anki. Diese erwartet ihn bereits in der Tür, nachdem er geschellt hat.

„Na Gerald, da bist du ja. Komm doch rein. Kannst dir ja vorstellen, wie das bei mir aussieht. Die Küche ist noch nicht gemacht, mein Zimmer ist nicht aufgeräumt, ich war die ganze Nacht auf Party und bin erst vor ner Stunde aufgestanden, habe gerade mal gefrühstückt und geduscht. Aber jetzt wo du da bist können wir ja schnell spülen. Geh durch in die Küche.“

         Auch das noch, sie nutzt ihn aus. Er soll ihr nun das ganze Geschirr abtrocknen, damit sie weniger Arbeit hat. Was man nicht alles für einen Fick machen muss. Aber gut, er hilft ihr beim spülen. Danach kocht Anki einen Tee und sie setzen sich an den Tisch. Gerald baut von dem OutdoorGanja einen Joint und sie rauchen. Anki muss ihn wieder loben.

„Also dafür, dass das nur Outdoor ist geht das echt. Man kann es gut rauchen. Kannst mir ja ein paar von den Blüten lassen, das wäre total lieb von dir. Ich gebe dir auch Geld dafür, nicht gerade 7€50 aber 2.50 wäre doch in Ordnung, oder?“

         Gerald freut sich über das Angebot.

„Sicher doch. Wenn du mir noch Geld dafür gibst bin ich ein verstanden. Wie viel willst du denn davon haben, zehn Gramm? Viel mehr habe ich jetzt auch nicht dabei.“

„Zehn Gramm ist gut. Wenn wir den Tee getrunken haben gehen wir in mein Zimmer. Ich habe ein Massageöl, du musst mich massieren.“

„Das mache ich gerne, danach kannst du mich ja massieren, im Schritt.“

         Anki gibt ihm spielerisch eine Ohrfeige, Gerald wiegt das Ganja ab und gibt es Anki. Sie haben den Tee aus getrunken und gehen in ihr Zimmer. Sie gibt ihm das Massageöl und meint, dass er sparsam sein soll. Sie zeiht sich den Pulli und das Shirt aus, sie nimmt auch den BH ab und legt sich auf den Bauch in ihr Bett. Nun öffnet Gerald die Falsche mit Massageöl und trägt ein wenig auf ihren Rücken auf. Er beginnt damit sie zu massieren. Sie ist recht mager, hat keinen Specknacken, den man gut kneten kann. Gerald gibt aber dennoch sein Bestes und Anki stöhnt unter seinen Händen zufrieden auf. Er macht eine ganze Weile weiter bis er befürchtet, dass Anki eingeschlafen ist.

„Sag Anki, bist du noch wach?“

„Ja, es ist schön. Du bist richtig gut.“

„Was meinst du, ich reib dir das Öl in den Schritt und fick dich. Käm doch geil, oder?“

„Du meinst du reibst mir das Öl in den Arsch und fickst mich Anal, nein Gerald, das mache ich nicht. Dafür musst du dir schon eine andere suchen.“

„Aber Anki, doch nicht in den Arsch, in den Schritt hab ich doch gesagt. Was ist jetzt? Ich hab dich doch auch immerhin schon eine halbe Stunde lang massiert.“

         Anki legt sich auf den Rücken und richtet sich auf.

„Und das soll ich nun dadurch belohnen, dass ich mich ficken lasse?“

„Richtig, dann hätten wir zusammen unseren Spass. Also was ist nun, soll ich mir einen wichsen?“

         Anki lacht auf.

„Wenn du es dann schaffst mir von dort drüben in den Mund zu spritzen, dann kannst du mir in den Arsch ficken.“

         Gerald sieht ihr kurz in die Augen, sie grinst ihn an, es sollte ein Scherz sein. Aber nicht mit Gerald, er steht auf und geht an die zugewiesene Stelle, er läst die Hose runter.

„Ist es hier richtig? Soll ich bescheid sagen, wenn du den Mund aufmachen sollst?“

         Anki lacht laut los.

„Gerald, las den Unsinn und zieh dich aus, komm zu mir ins Bett. Ich will es doch auch aber nicht in den Arsch.“

         Also gut, dann wird er sich jetzt keinen runter holen um zu sehen, ob er ihren Mund treffen würde. Er zieht sich schnell aus, sein Penis steht bereits. Er geht zu ihr in das Bett, sie hat sich auch schnell ausgezogen, sie hat sich wieder rasiert, er liebt es, wenn sie im Schritt glatt ist. Er streichelt an ihrem Körper runter, berührt ihre Brust, geht weiter zum Bauch und dann zwischen ihre Schenkel. Sie schreit kurz auf.

„Las das, du hast ganz kalte Hände. Steck mir lieber deinen Schwanz rein.“

         Gerald tut es, er legt sich auf sie und schiebt ihr seinen Schwanz in die feuchte Öffnung. Sie stöhnt kurz auf, er stösst zu, sie stöhnt wieder. Nun hat er das, was er will, er liegt auf ihr und kann sie ficken. Er liebt ihren schlanken, straffen Körper. Sie hat eine richtig gepflegte rosige Haut, sie hat zwar kleine Brüste aber diese sind gut geformt und haben gute kleine Knospen, an denen er gerne mal saugt. Er liegt auf ihr und stösst immer und immer wieder zu. Ihm steht schon der Schweiß auf der Stirn, sie nimmt die Pille, er macht weiter. Sie kommen fast gleichzeitig, er hat ein klein wenig länger gebraucht. Er stösst noch einmal kräftig zu und pumpt ihr seine Ladung rein. Sie mag es zwar nicht, wenn sie dann wieder nach Fisch stinkt aber wenn sie es nicht in den Arsch haben will, dann muss sie damit halt leben. Anki hat heute einen guten Tag. Zuerst rauchen sie noch einen Joint, dann darf Gerald sie von hinten nehmen. Das macht er gerne, er drückt sie dann runter, greift mit einer Hand in ihren Nacken, mit der anderen in die Seite und stösst richtig feste zu. Er ist richtig zufrieden, als er mit ihr fertig ist und sie neben ihm liegt. Sie baut wieder einen Joint, den rauchen sie noch und dann machen sie das Licht aus, es ist Schlafenszeit, zumindest für Anki.

 

         Die Tage vergehen, Gerald hat bereits ein Wasserfass gekauft. Es passen nur 30 Liter rein, eigentlich ist das Fass dazu da um sich selber aufgesetzten zu machen. Aber Gerald wird das Fass halt für einen anderen Zweck nutzen. Er hat auch einen Schlauch für die Verlängerung der Umkehrosmoseanlage gekauft sowie einen Wasserschlauch und ein paar Anschlüsse, dieses brauchen sie um das Magnetventil an zu bringen. Auch einen Schwimmer hat Gerald gekauft, er hat auch an ein Elektrokabel und einen Stecker gedacht. Somit müsste er alles zusammen haben, damit Lauren ihm den Schwimmer anbringen kann. Lauren hat sich dann alles angesehen und hat Gerald noch einmal los geschickt. Er braucht noch einen richtig grossen Winkel, diesen wird er durch den Deckel des Fasses lassen und daran den Schwimmer befestigen. Dieser darf nur ein zwei cm Kabel haben, damit er nicht zu viel Spiel hat. Wenn der Schwimmer dann an den Winkel angedrahtet wird kann er im Fass hängen und den Strom weiter leiten oder er kann schwimmen und den Strom unterbrechen. Wenn man den Schwimmer nicht andrahtet, dann würde er immer nur schwimmen und nicht hängen. Das aber ist wichtig. Gerald versteht das zwar nicht ganz aber er kauft den Winkel. Dann ist es endlich Donnerstag. Gerald geht voller Erwartung zu dem Growshop, die junge Frau ist da und lächelt ihn an.

„Hallo, du hattest doch ein paar Sachen bestellt? Ist gerade alles gekommen. Kannst es heute direkt mit nehmen, wenn du bezahlen kannst.“

„Kann ich, darf ich mir die Sachen einmal ansehen?“

„Aber sicher doch, komm nur mit, die Sachen stehen hier drüben.“

         Gerald sieht sich das Gerät an, welches das Wasser zerstäuben soll. Es ist nicht besonders gross, oben läuft es zu einer Düse zusammen, die man ausrichten kann. Man kann einen Schlauch anklemmen, es wird ihm sogar ein Schlauch mit geliefert. Das Gerät hat einen Stecker, den er in die Dose von dem Hygrostat stecken kann. Dieses wird er in der Growbox aufhängen, damit es die Luftfeuchtigkeit misst und anhand dieser den Zerstäuber ansteuert. Auch das Magnetventil ist geliefert worden. Es hat zu beiden Seiten einen Anschluss und ist in der Mitte dicker und rund. Man kann zwei Kabel anklemmen, nur die Masse und die Phase erklärt die Bedienung, dann kann man über eine Zeituhr Strom geben. Aber damit wird sich Lauren wohl auskennen denkt Gerald sich. Er bezahlt alles und verläst den Laden mit zwei Einkauftüten. Er fährt mit dem Bus heim und bringt seine neuen Geräte direkt in die Wohnung hoch. Es sind nur noch gut zwei Wochen bis zur Ernte und Alex hat gesagt, dass er die Luft in dieser Zeit besser trocken läst, damit die Blüten nicht noch anfangen zu schimmeln. Aber da Gerald die Luft nun befeuchten will hat er die Stecklinge noch einmal neu bestellt, zur Ernte. Wenn er die Luft dann befeuchtet kann er auch gegen die Spinnmilben vorgehen, dann braucht er nicht mehr darauf zu warten, dass diese ein gehen, dann kann er die Pflanzen auch spritzen. Alex hat ihm ein gutes Mittel gegeben, das er mal anwenden soll. Der Wirkstoff dringt in die Pflanze ein und impft diese 14 Tage gegen saugende Schädlinge. Das hört sich gut an aber Alex meint, dass dieses Mittel auch nur dann funktioniert, wenn die Luft feucht ist.

         Lauren ist zu Gerald gekommen, dieser hat inzwischen einen stabilen Boden an die Growkammer geschraubt um das Wasserfass auf diesen stellen zu können. Er hat auch eine Ablage für den Zerstäuber angebracht, einen Ventilator hat er gekauft und diesen daneben gehangen. Es muss nur noch alles angeschlossen werden, dann kann die Luftbefeuchtung beginnen. Lauren hat nun das Magnetventil angeschlossen, er leitet die Phase und die Erdung durch ein vier adriges Kabel zum Schwimmer hin. Nun geht das so: An ein ganz normales Kabel wird ein Stecker montiert, wie gesagt wird die Phase und die Erdung an den Schwimmer weiter geleitet, die Masse wird nun durch das Magnetventil geleitet, geht also von dem Kabel mit dem Stecker rein und kommt zum anderen Kabel wieder raus. Dieses Kabel wird nun an das richtige verbleibende Kabel des Schwimmers geklemmt. Da der Schwimmer das Fass füllen soll, wenn der Schwimmer hängt und damit aufhört, wenn der Schwimmer schwimmt muss der Schwimmer diese Funktion beinhalten neben der Funktion das Wasser ab zu pumpen, wenn der Schwimmer schwimmt. Also bleiben zwei Kabel über, von denen Lauren das richtige wählen muss. Er prüft nach, wann der Schwimmer Strom weiter leitet, wenn er hängt oder wenn er schwimmt. Somit findet er das richtige Kabel, es ist schwarz, Lauren klemmt alles an. Nun drahten sie den Schwimmer an den Winkel, den sie durch den Deckel eingelassen und an diesen befestigt haben. Der Schwimmer kann nun hängen und schwimmen. Beim schwimmen richtet er sich dann aber auf, so dass er das weiter leiten vom Strom unterbricht. Das Fass stellen sie nun auf die Plattform, den Stecker von der Installation stecken sie in die Dose, die Kabel verlegt Lauren auch noch schnell mit ein paar Schellen. Der Schwimmer hängt nun, es wird Strom weiter geleitet und das Magnetventil öffnet sich. Die Umkehrosmoseanlage wird mit Wasser versorgt und arbeitet nun. Das Fass wird sich füllen. Lauren arbeitet weiter. Er verlegt den Anschlussschlauch von dem Wasserfass zu dem Zerstäuber, er integriert das Hygrostat in der Kammer und steckt den Zerstäuber und den Ventilator in eine dreier Steckdose, dessen Stecker steckt er nun in die Dose von dem Hygrostat und dieses wird nun auch an eine Dose angeschlossen. Noch hat der Zerstäuber kein Wasser, deswegen ziehen sie den Stecker von dem Hygrostat doch lieber wieder. Aber morgen, wenn das Wasserfass sich gefüllt hat kann Gerald die Anlage ausprobieren. Jetzt sind sie aber fertig, sie setzen sich an den Tisch und Gerald beginnt zu mischen.

„Man Lauren, das ist echt super, dass du mir geholfen hast. Ich hätte das bestimmt nicht so auf die Reihe gekriegt. Ich meine, das mit der Elektroinstallation von dem Magnetventil, ich wäre da nicht weiter gekommen.“

„Kleinigkeit. Man muss nur wissen, wie man es machen muss. Siehst du, wenn so ein Gerät nur zwei Kabel hat und mal laufen muss und mal nicht, dann wird der Strom durch dieses Gerät durch geleitet,  die Phase und die Masse, sobald beides angeklemmt ist schliesst sich der Kreis und das Gerät arbeitet. Da der Schwimmer aber entweder die Phase oder die Masse mal unterbricht läuft das Magnetventil dann nicht, erst dann wieder, wenn der Schwimmer den Strom weiter leitet und der Stromkreis sich schliesst. Die Erdung wird dann an dem Gerät, dem Magnetventil vorbei geleitet zu dem zweiten Gerät welches die Steuerung übernimmt. In diesem Fall der Schwimmer. Und so einfach ist das dann schon. Wenn man das weis, dann kann man nicht mehr viel falsch machen. Anders ist es bei einem Hygrostat, da sind auch nur zwei Anschlüsse aber es wird an beiden die Masse angeklemmt. Das Hygrostat unterbricht dann die Leitung oder leitet den Strom weiter, je nachdem, wie es eingestellt wird. Die Phase und die Erdung werden dann an dem Hygrostaten vorbei geleitet. Ist doch einfach oder?“

„Ne, eigentlich nicht, ich versteh das echt nicht aber trotzdem danke man, kannst dir bei mir immer einen mit rauchen.“

         Gerald stopft die Bon und die beiden rauchen. Zufrieden sitzen sie da und hören den Reggae. Gerald kocht noch ein paar Nudeln und sie essen zusammen. Dann ist es spät und Lauren fährt heim. Gerald zieht den Stecker, der zum Schwimmer führt, sicher ist sicher, nicht, dass ihm das Fass über die Nacht überläuft. Nun legt auch er sich hin.

 

         Am nächsten Tag füllt Gerald das Fass mit gefiltertem Wasser. Planmässig schwimmt der Schwimmer in dem Fass und unterbricht das Magnetventil. Es läuft kein Wasser mehr in das Fas. Nun ist der spannende Moment gekommen. Gerald steckt den Stecker von dem Hygrostat in die Dose, er stellt es auf eine Luftfeuchtigkeit von 60% und dann geht es auch schon los. Der Zerstäuber braucht etwas, bis er sich mit Wasser gefüllt hat. Der Ventilator läuft aber schon sofort. Dann setzt auch der Zerstäuber ein, er stösst einen Wassernebel aus, der Ventilator greift diesen Nebel, Gerald hat ihn so justiert, dass er ein wenig von unten nach oben bläst. Nun bläst der Ventilator den Wassernebel über den Lampenschirmen her. Der Ventilator hängt auf der Höhe von den Lampenschirme und bläst den Nebel nun ein wenig nach oben. Es klappt also, Gerald läst die Anlage einfach mal laufen. Nach zwei Minuten geht sie aus, dann geht sie wieder an, wieder aus, wieder an und so weiter. Gerald sitzt davor, er raucht sich eine Bon und ist mehr als zufrieden. Nun geht er zu den Pflanzen, Diese sind teilweise befeuchtet, das ist ja nicht so gut aber Gerald kann da auch nichts gegen machen. Es ist halt so, dass der Wassernebel sich ein wenig setzt. Er dreht das Hygrostat auf 50% runter und verschließt die Kammer. Er ist gespannt, wie das nun mit der Luftbefeuchtung weiter gehen wird. Er darf nicht zu sehr befeuchten, seine Pflanzen reifen und brauchen ein wenig trockene Luft, 50% ist für die letzten zwei Wochen genau richtig. Das ist schon einmal feuchter als 30 bis 40%, die er ansonsten gehabt hätte. Das wird den Spinnmilben schon einen Tritt verpassen. Diese Mistviecher haben sich inzwischen ausgebreitet, so wie Alex es ihm prophezeit hat. Sie sitzen nun unter jedem grossen Hauptblatt und löchern diese mit ihren Stichen. Einige Blätter sehen schon ein klein wenig Sandfarben aus aber sie sterben noch nicht ab. Unter diesen Blättern sind etliche Spinnmilben, sie haben dort ihre Eiablagen und spinnen auch ein wenig. Gerald sieht sich seine Pflanzen an, nun fällt ihm eine auf. Über der Topblüte haben die Spinnmilben ein Netz gespannt, sie krabbeln auf diesem Netz auf der Blüte herum. Was das wohl zu bedeuten hat? Er wird Alex fragen müssen. Gerald nimmt sich etwas Toilettenpapier und entfernt damit das Netz mit den Spinnmilben. Er spült es schnell die Toilette hinunter. Die sind schon einmal weg denkt er sich. Er verschließt die Kammer. Heute darf er wieder zu Anki, er wird bei ihr schlafen, er wird mit ihr schlafen und so wie er sie kennt wird er vorher das Geschirr abtrocknen. Aber immerhin ist er dabei bei ihr.

 

         Dann ist es soweit, er hat zum Sonntag den 9 Dezember die Stecklinge bestellt, es ist aber Samstag und Gerald ist extra schon um zehn Uhr aufgestanden um die Ernte zu beginnen. Wegen der Luftbefeuchtung musste er in zwei Blüten Schimmel feststellen. Er hat das daran erkannt, dass die Blütenblätter zu den Blüten eingegangen sind. Dieses liegt daran, dass sie nicht mehr versorgt werden, wegen dem Schimmel in den Blüten. Somit hat Gerald diese Blüten vorab geerntet und somit den Schaden minimiert. Solange der Schimmel noch nicht richtig schwarz geworden ist ist er auch nicht so schlimm und man kann die Blüten noch rauchen. Gerald wird sie selber rauchen, ihm macht das nichts aus. Aber ansonsten hat das mit der Luftbefeuchtung erst einmal gut geklappt. Die Spinnmilben haben sich anscheinend nicht weiter aus gebreitet und den Pflanzen hat es auch nicht geschadet. Gerald kann schon jetzt sagen, dass er seiner vorläufigen Rekordernte gegenüber steht. Die Spinnmilben scheinen nicht allzu sehr geschadet zu haben, sie waren ja auch nicht von Anfang an auf den Pflanzen.

         Gerald ist also etwas früher als sonst aufgestanden. Schnell hat er einen geraucht, gefrühstückt und dann ging es auch schon los. Er hat sich die erste Pflanze genommen und ihr die Blätter runter gezogen. Dann hat er sie klein geschnitten und ihre Blüten mit der Schere frisiert. Schnell hat er dabei wieder etwas Harz an den Fingern kleben, diesen schabt er vorsichtig ab und sammelt ihn. Er wird ihn erst gegen Abend rauchen, wenn er mit der Arbeit fertig ist. Erst dann kann er es sich erlauben so stoned zu sein, dass er rein gar nichts mehr machen kann und das wird dieses Harz bewirken.

So erntet Gerald eine Pflanze nach der anderen. Es ist schon recht mühselig, die Pflanzen alle zu bearbeiten, am längsten dauert es, die Blüten zu frisieren. Aber Gerald macht es, er will ein gutes Produkt haben. Das Gras von der letzten Ernte ist auch schon wieder fast verkauft. Er hat wieder 2500€ gemacht, das wären dann 5000€ die er verdient hat. Aber er hat sich den PC gegönnt und die Luftbefeuchtung installiert. Das hat ihn ca. 2000€ gekostet, jetzt hat er also 3000€ angespart. Das ist für ihn schon verdammt viel Geld. Er wird auch weiter hin ansparen, er will aus dieser Wohnung raus, er will sich eine grössere Wohnung anmieten, in der er mehr Gras anbauen kann. Verkaufen kann er es allemal, von diesem Gras könnte er Kilos verkaufen, die Leute würden es ihm abkaufen.

Gegen Abend klingelt es an der Tür, es klingelt drei mal, eine Pause, es klingelt zwei mal, eine weitere Pause, es klingelt wieder drei mal. Das ist das Zeichen, es ist Lauren. Gerald hat mit ihm dieses Zeichen vereinbart, da er mit seinen stinkenden Händen nicht die Tür aufmachen wird. Es könnte ja auch der Hausmeister vor der Tür stehen und der braucht nicht unbedingt zu riechen, was er hier macht. Lauren kommt hoch, Gerald wartet an der Tür und läst ihn schnell rein. Lauren setzt sich auf das Sofa.

„Bist ja noch voll zugange Gerald. Ich habe zuhause ein paar Eier gekocht, ich habe ein Baguette, Tomaten und Schinken gekauft. Was meinst du, machst du jetzt erst einmal Pause und isst mit mir?“

„Aber sicher doch. Geil, Baguette mit dick was drauf. Fehlt eigentlich nur noch Käse dazu und natürlich Oliven, die sind geil. Warte, ich mache mir schnell die Finger sauber, dann hole ich Gläser und Cola. Wenn ich fertig bin rauchen wir das Harz. Das wird uns richtig umhauen.“

         Die beiden machen sich das Essen fertig und geniessen es. Sie essen reichlich, dann aber macht Gerald weiter. Ein paar Pflanzen muss er noch machen. Lauren bereitet die Mischung vor und sie rauchen einen Kopf durch die Bon. Danach sieht er Gerald beim Ernten zu, er ist dicht, es stört ihn nicht, dass nichts passiert. Er ist gerne dicht und sitzt dann stumpf rum.

         Endlich ist Gerald fertig mit der Ernte. Er hat wieder die Leine gespannt und hat die Zweige aufgehangen. Er ist zufrieden.

„Und morgen schon kriege ich die nächsten Stecklinge, ist doch geil, oder? Dann kann ich schon wieder eine Ernte hoch ziehen. Und dieses mal sogar mit einer Luftbefeuchtung, dann werden die Pflanzen noch besser. Ich hoffe dieses mal so ungefähr 700 Gramm geerntet zu haben, es ist auf jeden Fall mehr als das letzte mal. Aber beim nächsten mal schaffe ich dann 800 Gramm, was denkst du? Das wäre doch irre, ein Gramm pro eingesetztes Watt. Dann bin ich der Ganjaking, wenn ich das geschafft habe.“

„Nun heb mal nicht ab, Ganjaman. Erst mal sehen, wie viel das jetzt ist. Aber Kompliment, du kommst hier gut weiter. Ich gönne dir das auch. Wenn du das dann noch schaffst in eine grössere Wohnung zu ziehen, dann kannst du mit deinem Ganja mehr Geld verdienen als ich mit meiner Arbeit. Aber mir soll das recht sein, wenn ich dann immer von dir mitrauchen kann. Habe dich ja schliesslich auch schon jahrelang mit durch gezogen. Nun bin halt ich dran.“

„Richtig Lauren, nun zieh ich dich mit durch. Wenn das jetzt 700 Gramm sind, dann verbrauch ich davon ca. 200 Gramm für mich und zum aufstreuen, dann bleiben 500 Gramm über und die verkauf ich im Schnitt zu 8€, das wären dann 4000€, die ich damit machen kann. Dann hätte ich schon 7000€ zusammen, meinst du, das das schon zum umziehen reichen wird?“

„Weis nicht, könnte knapp werden. Weist du, du musst dir dann ja auch noch deine ganze Ganja Anlage aufbauen, das kostet doch auch, oder?“

Gerald überlegt.

„Sicher kostet das was. Wenn diese Growbox 1000€ gekostet hat und ich drei mal soviel machen will, dann muss ich wenigstens mit 3000€ kalkulieren. Mit Luftbefeuchtung noch mal 600 dazu, dann will ich meine Stecklinge auch selber nehmen, so, wie es Jankal macht, dann brauche ich noch einen Schrank für die Mutterpflanzen und einen für die Jungpflanzen. Also noch einmal 2000€, dann sind wir bei 5600€, das ist dann mit 7000€ alles ein wenig knapp. Ich warte doch lieber, bis ich 10000€ zusammen habe aber dann ziehe ich in eine grössere Wohnung, dann mache ich das hier nicht mehr mit. Die Wohnung ist total zu klein, ich habe absolut keinen Platz mehr. Wenn ich mir einen Fernseher kaufen will, einen grossen, einen flachen, wo soll ich den dann hin stellen.“

„Ja, das ist richtig, hier in diesem Loch ist wirklich nicht mehr viel drin. Aber weist du was? Für den Übergang kannst du ja diese Wohnung auch noch behalten. Du ziehst hier weiter Pflanzen hoch und hast das Ganja dann zum verkaufen. Dann kannst du ein wenig überbrücken. Ausserdem brauchst du dann auch noch nicht direkt umziehen sondern kannst da erst mal was aufbauen. Was denkst du?“

„Hört sich gut an. Klar, das mache ich so. Aber 10000€ muss ich dennoch erst zusammen bekommen. Ich muss wohl noch ein halbes Jahr hier bleiben. Aber egal, das schaffe ich auch noch. Ich misch uns erst mal einen von dem Harz auf, was meinst du?“

„Sicher doch, das wird uns dann richtig geil umhauen.“

         Gerald mischt von dem Harz auf, er streut nicht viel in den Tabak. Sie rauchen beide einen Kopf und obwohl Gerald nicht viel Harz rein gemischt hat müssen sie sich zurück lehnen. Sie sind dicht, wollen sich nicht mehr bewegen. Sie wollen einfach nur da sitzen und entspannen, das machen sie auch.

 

         Nachdem Lauren von dem Zug ein wenig ausgenüchtert ist ist er auch heim gefahren. Gerald hat sich halb aus gezogen und hat sich hin gelegt. Er war fertig. Er hat den ganzen Tag gearbeitet und dann noch richtig hart gekifft. Nun ist er aber schon wieder wach, es ist Sonntag. Er hat mit Lauren bereits etwas Blumenerde gekauft, er hat die abgeernteten Töpfe mit der alten Erde in die Ecke gestellt, er muss die Erde über Nacht entsorgen. Mal sehen, was der Hausmeister dazu sagt, wenn er nun keine Löcher im Rasen hat sondern ihm noch Blumenerde angeliefert wird. Und wenn er es nicht alles im Garten verteilen kann, dann wird Gerald die Erde in die Biotonne werfen. Sollen die seine Erde doch kompostieren, ihm ist das egal, solange er sie nur los wird. Aber das wird er erst in der Nacht machen. Vorher wird Lauren aber wieder zu ihm kommen. Er wird ihm die Stecklinge bringen, die Jankal bei ihm abliefert. Darauf wird Gerald nun warten. Es ist vom Vortag Baguette über geblieben, das macht Gerald sich nun fertig. Es ist ungewohnt für ihn nun keine Pflanzen zu haben. Ansonsten hätte er bereits die Growbox geöffnet um sich um die Pflanzen zu kümmern. Aber morgen wird es wieder so sein und er freut sich schon auf diesen Augenblick nach dem Aufstehen, wenn er die Growbox öffnet und dann seine Pflanzen erblicken kann.

         Nach dem Frühstück setzt Gerald sich vor den Computer und spielt ein wenig Age of Empires. So geht die Zeit wenigstens um und dann ist es soweit. Die Klingel geht. Gerald macht die Tür auf, betätigt den Summer und wartet. Wie erwartet kommt Lauren die Treppe hoch, er trägt einen Karton. Gerald freut sich, das sind die Stecklinge.

„Sei mir willkommen, Lauren, komm doch schnell rein in die gute Stube.“

         Lauren geht in den Wohnraum und stellt die Kiste auf den Tisch. Gerald öffnet sie sogleich und sieht sich die kleinen Stecklinge an. Sie sehen gesund aus, es sind wie bestellt 40 Stück und es ist wieder White Russian. Gerald holt die Stecklinge, die auf Steinwollwürfeln stehen aus dem Karton heraus. Er wirft den Karton in die Ecke und stellt die Stecklinge auf den Tisch. Er ist zufrieden, Lauren hat sich unterdessen auf das Sofa gesetzt.

„Was meinst du, Gerald, sei doch ein guter Gastgeber und koch mir einen Tee. Ich brauche jetzt was Warmes. Ist kalt draussen.“

„Wenn du meinst, dann koche ich noch schnell einen Tee aber danach werde ich die Stecklinge in die Erde setzen. Ich kann es gar nicht erwarten, sie dort stehen zu haben, ich mache die Luftbefeuchtung an und alles wird toll sein.“

         Gerald setzt Wasser auf und kocht den Tee. Er stellt zwei Tassen auf den Tisch und auch Zucker stellt er dazu. Nun beginnt er aber, er nimmt sich seinen Zementkübel und legt einen der Erdsäcke auf die Seite, mit einem Messer schneidet er ihn auf und läst den Inhalt in den Kübel fallen. Nun nimmt er einen Topf, füllt ihn mit der lockeren Erde und setzt einen der Stecklinge in diese. Das alles drückt er noch gut an, dann stellt er den Topf unter die Lampen. So fährt er fort, schnell stehen die 40 Stecklinge unter der Lampe, diese macht er nun an, er hängt den Reflektor runter, er gießt die Pflanzen alle mit einer dünnen Nährstofflösung und dann stellt er die Luftbefeuchtung an. Sofort beginnt diese damit das Wasser zu zerstäuben, ein Nebel legt sich in die Growbox, nach ein paar Minuten hört der Zerstäuber auf, auf den Pflanzen hat sich das Wasser ein wenig gesetzt. Gerald macht die Growbox zu, er wäscht sich die Hände und räumt schnell auf. Lauren hat ihm Lustlos zugesehen, er hat sich eine Bon geraucht um sich die Zeit zu vertreiben. Gerald war so beschäftigt, dass er nicht einmal mit rauchen wollte. Nun setzt er sich aber zu Lauren und beginnt zu mischen. Nach getaner Arbeit kann er sich auch einen rauchen.

         Gerald lebt bescheiden. Er wohnt und arbeitet in seiner kleinen Wohnung, die nicht grösser als 23m² ist, mit Küche und Bad wohlgemerkt. Gerald muss auf dem Sofa schlafen, der Growschrank nimmt zwar nur 2m² weg aber er muss die ganzen anderen Sachen auch noch irgendwo lassen. Seine halbe Wohnung steht voll mit Dingen für das Anbauen, die andere Hälfte steht voll mit seinen Möbeln. Es ist recht beengend. Aber Gerald stört das nicht, er hat das Ganja gerne bei sich in der Wohnung. Er hat ja auch noch genug Platz zum leben. Einige Studenten haben Zimmerchen ohne Küche mit Gemeinschaftsbad von 10m², da geht es ihm nicht schlechter. Wenn denen das zugemutet werden kann, dann kommt er auch noch klar. Das, was ein wenig stört ist das Ablüften bei dem kalten Wetter. Er muss das Fenster auf Kipp aufmachen um den Schlauch raus hängen zu können. Für die Luft, die er raus bläst kommt aber frische Luft nachgeströmt. Somit ist es recht kühl bei Gerald in der Wohnung. Aber das bedingt dann gleichzeitig, dass nur wenig gelüftet wird und somit auch nur wenig kalte Luft nachströmt. Gerald hat die Jalusien bei dem kalten Wetter fast ganz runter gelassen um den Spalt des auf Kipp geöffneten Fensters mit Zeitungspapier aus zu kleiden, das soll natürlich draussen keiner sehen können. Dadurch ist es ein wenig besser geworden. Gerald zieht sich halt einen zweiten Pulli an, es geht schon irgendwie.

         Gerald hat fertig gemischt, die Bon ist gestopft und er setzt zum rauchen an. Er gibt Feuer und inhaliert tief. Er gibt die Bon an Lauren weiter. Die Arbeit mit den Pflanzen hat ihn nun nicht etwa belastet, es hat ihm Spass gemacht. Er macht diese Arbeiten gerne, es gefällt ihm Ganja zu kultivieren. Er könnte es sich nicht vorstellen, den ganzen Tag die Strasse zu fegen oder Lebensmittel ein zu sortieren oder Müll zu sortieren. Und er braucht sich auch nichts vor zu machen, das wären die Arbeiten, die er kriegen würde, wenn er denn arbeiten wollen würde. Da gefällt es ihm doch besser Ganja an zu bauen und das könnte er auch den ganzen Tag lang machen. Das Ernten ödet ihn zwar ein wenig an aber das ist ja auch nur einer der Arbeitsschritte. Immer wieder muss er das Gieswasser an rühren und giessen. Immer wieder muss er die Pflanzen umtopfen oder sie mit Stäben stützen und die Reflektoren hoch ziehen. Das alles ist eine ganz leichte Arbeit, die ihm Spass macht. Für ein so gutes Gras tut er das alles gerne. Es ist nun nicht so, dass er den ganzen Tag arbeitet und nichts davon hat. Er arbeitet nur ein paar Stunden, verdient gutes Geld, ist bei seinen Freunden beliebt und hat Spass bei der Arbeit. Es bringt ihm was, er ist nun ein neuer Mensch. Er hat eine Perspektive.

         Die Massname vom Arbeitsamt ist vorüber, Gerald erhält wieder den vollen Satz, soll aber auch wieder beim Arbeitsamt vorsprechen und hat dort dar zu legen, dass er sich um Arbeit bemüht hat. Wenn er das nicht macht, dann wird ihm das Geld wieder gekürzt. Gerald hatte keine Lust auf den Mist, er ist nicht zu dem Termin gegangen, er hat nicht wirklich nachweisen können, dass er sich um Arbeit bemüht hat, er hat sich nicht bei den Stellen beworben, die ihm vorgeschlagen wurden. Er hat halt nicht mit gemacht, er hat auf den ganzen Mist keine Lust, er will nicht immer so tun müssen, dass er sich um Arbeit bemüht, er will keine Termine beim Arbeitsamt wahrnehmen müssen. Es wird vermutlich nicht lange dauern, dann werden sie ihm sein Geld wieder kürzen. Sie kürzen es ja nur und Wohngeld bekommt er voll weiter. Soll er sich für knapp 200€ den Allerwertesten aufreissen? Für diese Idioten von Beamten, die doch im Leben noch nicht richtig gekifft haben? Die haben doch keine Ahnung vom Leben, auf diese Leute kann er scheissen. Die sollen ihm halt das Geld kürzen, er wird für die nicht mehr den Hampelmann machen. Er hat nun genug Geld.

 

         Die Woche vergeht. Die Luftbefeuchtung funktioniert richtig gut. Die Luft ist immer angenehm feuchtwarm in der Growbox. Da es kalt ist läuft der Ablüfter auf niedriger Stufe und Gerald kann es in der Wohnung irgendwie aushalten. Die Stecklinge wachsen zu gesunden Jungpflanzen heran. Die Erde von dem Schwung Pflanzen zuvor hat er Nachts in die Biotonnen entsorgt. Dann kam am Donnerstag der spannende Moment, die Blüten waren trocken und Gerald hat sie von den Stielen getrennt. Er hat danach die Blüten zu 50 Gramm abgepackt, er hat 13 Tüten voll bekommen und in der letzten waren noch 46,7 Gramm. Er hat beinahe 700 Gramm geerntet, von 800 Watt Beleuchtung und das trotz der Spinnmilben. Gut, diese kamen erst spät auf die Pflanzen und konnten kaum noch Schaden anrichten. Aber dennoch ist das schon wieder ein handicap für die Pflanzen gewesen. Damit er dieses mal keine Spinnmilben bekommt hat er das Spritzmittel von Alex aufgetragen. Es zieht in die Pflanzen ein und immunisiert sie gegen saugende Schädlinge. Bei der hohen Luftfeuchtigkeit wird das Mittel schon irgendwie wirken.

         Gerald ist mit seiner Leistung richtig zufrieden. Er hat nun 700 Gramm geerntet, davon kann er 500 verkaufen und selber noch gut rauchen. Damit wird er dann ca. 4000€ verdienen, für jemanden, der noch nie zuvor Geld gehabt hat ist das eine ganze menge Holz. Gerald wird noch ein halbes Jahr weiter machen und sich dann eine neue, grössere Wohnung nehmen und dort dann richtig anbauen. Er wird für die Blüte einen eigenen Raum haben und die Vorblüte bringt er in seinem Wohnraum unter, in zwei Schränken. Dann kann er mit mehreren Alterstufen in der Blüte arbeiten, der Vorteil ist, dass er die Luftbefeuchtung über dem Bereich anbringen kann, in dem die Pflanzen noch wachsen. So wird nur Blattwerk befeuchtet und nicht die kostbaren Blüten, die dann schnell zu schimmeln beginnen. Gerald freut sich schon auf diesen Moment, in dem er seine neue Wohnung beziehen wird und dafür spart er nun eisern. Er kauft sich nur das nötigste, gerne würde er sich einen Wagen leisten aber noch nicht jetzt, erst, wenn er in der neuen Wohnung ist und dort die erste Ernte durch gebracht hat. Dann kann er sich auch einen Wagen kaufen, natürlich muss er zuvor noch den Führerschein machen und auch das wird kosten. Für den Führerschein und den Wagen muss er wenigstens mit 5000€ kalkulieren. Das ist wirklich viel Geld aber wenn er in der neuen Wohnung mehr Ganja anbauen kann, dann wird er sich das auch leisten können.

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