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Sa

11

Jul

2009

Der deutsche Hanf Verband

Der deutsche Hanf Verband, DHV

 

Liebe Freunde oder zumindest Leser, ich wende mich zuerst einmal an euch. Seid ihr für eine Legalisierung von Cannabis? Wenn ja, was tut ihr dafür. Ich will es euch sagen. Von 4 bis 7 Mio. Kiffern in Deutschland, von all denen, die nicht mehr Kiffen und all denen, die auch so für die Legalisierung von Cannabis sind befinden sich derzeit am 11.07.2009 140 Privatsponsoren, 41 Firmenmitglieder und 61 Firmensponsoren im deutschen Hanf Verband.

Das muss man erst einmal wirken lassen, so viele oder eher wenige Menschen und Unternehmer in Deutschland von all den Millionen sind dazu bereit etwas für ihren Wunsch der Legalisierung von Cannabis zu tun: Sind wir Hanfliebhaber wirklich alle so lethargisch, dass wir uns für unsere Interessen nicht mehr einsetzen wollen?

Ich habe versucht einen Head & Growshopbesitzer für den DHV zu werben, dieser möchte bei seiner Aussage vermutlich anonym bleiben und das ist hier keine Hetzkampagne gegen ihn sondern eine Anklage an alle Legalisierungsfreunde. Dieser Mensch hat also gesagt: „Will ich es denn überhaupt, dass das legalisiert wird?“ Man, all deine Kunden werden kriminalisiert, du könntest garantiert mehr verkaufen, sogar einen Shop aufmachen, deine Kunden sitzen unberechtigter Weise in Haft (siehe mich) und du fragst dich, ob du Hanf legalisiert haben willst?

Leider scheinen viele Leute in diesem Land nicht klar bei Verstand zu sein, oder will er lieber kriminalisiert dealen? Dann soll er sich mal nicht packen lassen, mit seinem verstreckten und überteuerten Ganja.

 

Soviel vorab, nicht jeder Kiffer will die Legalisierung, vielen ist das auch schlichtweg egal, sie haben ja oftmals verstrecktes Gras für den Eigenbedarf und bei geringen Mengen gilt meist Straffreiheit. Aber geringe Mengen, will man alle Tage zur Quelle rennen oder will man seinen Führerschein verlieren obwohl man noch gar nicht gekifft hat? Will man ein Mensch zweiter Klasse sein? Vielen Kiffern ist das egal, solange sie nur kiffen können, solange werden sie sich nicht rühren. Oder sie haben schlichtweg Angst sich zu outen. Aber muss das mit dem Outen wirklich so sein? Kann man nicht auch ohne zu kiffen für eine Legalisierung sein, weil man mal gekifft hat, weil Bekannte zu Unrecht kriminalisiert werden, weil man als Mensch eine Meinung hat?

 

Homosexuelle gehen für ihr Recht auf Freiheit auf die Strasse und zeigen es uns, sie sind zu tausenden in unserer Gesellschaft vertreten. Homosexuelle kämpfen für ihr Recht, aber Homosexualität ist auch nicht verboten. Kiffen ist verboten, ist das der Grund, weswegen es niemand wagt, sich für seine Rechte ein zu setzen? Oder ist es der Kiffer, der zu lethargisch ist? Es wird wohl an beidem und auch an dem liegen, dass der Einzelne in der Masse unter geht.

Es ist aber nicht schlimm öffentlich zu sagen, dass man für eine Legalisierung ist, wenn man dieses auf einer Demonstration macht oder als Mitglied des DHV. Beides setzt nicht voraus, dass man auch kifft. Seht die Leute auf der Hanfparade, werden diese nun vom Staatsapparat als Terroristen gelistet, die für den Staatsumsturz sind, eine Bedrohung für unser Land darstellen? Nein, natürlich nicht, denn das ist auch nicht so. Man nimmt halt nichts zu kiffen mit und solange kein konkreter Anhaltspunkt darauf hinweist dürfen die einen nicht zur Blutprobe mit nehmen, Schnelltests kann man verweigern ohne dass dieses ein konkreter Hinweis ist. Auf dieser Demonstration tritt man anonym auf, man sollte also keine Angst haben, vorsichtig sein genügt.

Und selbst wenn man erkannt wird, man setzt sich halt für seine Meinung ein und das beweist nicht, dass man kifft. Selbst wenn das gefolgert wird, was daran ist so schlimm, in einem Land, in dem die Droge Alkohol geradezu verherrlicht wird, mit Saufliedern, mit dem Oktoberfest, mit jeder öffentlichen Privatveranstaltung. Es ist halt das Recht eines Menschen Drogen zu mögen und man kann ihm nicht vorschreiben, welche dieses zu sein haben.

 

Das alles würde keinen Konsum beweisen, erst eine Blutprobe kann das wozu aber ein konkreter Anhaltspunkt auf einen Konsum vorliegen muss.

 

Kurze Zusammenfassung:

Es gibt in Deutschland Millionen Kiffer und Ex Kiffer oder Nichtkiffer, die für die Legalisierung von Cannabis sind. Aber nur vereinzelte, verirrte ringen sich dazu durch, dieses auch durch die Mitgliedschaft im DHV aktiv zu unterstützen. Liegt das daran, dass wir Kiffer alle blöd sind? Nein, nur die deutschen Kiffer sind so blöde, die in den USA sind es nicht ganz so. Es folgt ein Abschnitt aus dem Finanzbericht 2007 vom DHV:

 

So hat z.B. das Marijuana Policy Project (MPP) mehr als 21.000 zahlende Mitglieder und verschickt seine Infos an über 100.000 Email-Empfänger. (DHV: 200 Unterstützer, 2.100 Email-Empfänger).

Die Drug Policy Alliance (DPA) hat 25.000 Mitglieder, gut besetzte Büros in mehreren Bundesstaaten und vergab 2006 projektbezogene Gelder in Höhe von 1,4 Millionen US-$.

Die Hanflegalisierungstruppe NORML hat 2002 allein für eine Anzeigenkampagne in New York 500.000 Dollar ausgegeben.“

 

Es gibt sie also, die Kiffer oder auch Nichtkiffer, die dazu bereit sind, etwas für die Legalisierung zu machen. Sie sind in einem Verein Mitglied, unterstützen diesen finanziell und als Gegenleistung setzt der Verein sich für das allgemeine Interesse seiner Mitglieder ein, die umfassende Legalisierung und Normalisierung von Hanf, damit wir als Minderheit endlich frei leben und geniessen dürfen, so wie es den Homosexuellen auch gegönnt wird, das ist auch gut so auch wenn ich mich persönlich nicht zu denen hingesogen fühle.

 

In den USA ist also das möglich, was sich der DHV nun wünscht aber wieso geht das in Deutschland nicht? Weil wir mehr Angst haben als die Amis? Dabei will ich lieber hier sitzen als bei denen im Lager muss ich dazu ehrlich sagen. Aber gut, es mag daran liegen, dass die meisten noch nie von diesem Verband gehört haben, so ging es mir vor Kurzem auch noch, nun bin ich Sponsor, das seht ihr auch auf dieser Homepage. (bitte anklicken und lesen, sehr interessant!)

Aber gut, nicht alle sind zu passiv, um etwas zu machen. Viele würden gerne etwas machen, wissen aber nicht wie. Das ist auch wirklich schwierig, ich selber würde auch gerne einiges tun, kann es aber nicht, ich weis nicht wie und mir fehlen die Mittel. Aber gut, all diesen bewundernswerten Menschen, die dazu bereit sind, sich für ihre Interessen ein zu setzen, für das Interesse, Cannabis zu legalisieren  alle Hochachtung, hier ein paar Tipps:

 

-         Werdet umgehend Sponsor vom DHV, ich erkläre noch, was es mit diesem Verband auf sich hat. Es kostet euch bei 19% Mehrwertsteuer gerade einmal 59,50€ im Jahr, das ist nicht viel. Spendet ihr für etwas? Dann sattelt doch um, das hier ist wichtig, für euch ganz persönlich.

-         Wählt die Grünen oder die Linkspartei. Beide Parteien setzen sich mehr oder weniger für die Legalisierung von Cannabis ein. Die Linken wollen dieses, sehen es aber nicht als Mehrheitsfähig, deswegen haben sie diese Gedanken vermutlich noch nicht so ausgebaut, wie die Grünen, die dann daran scheitern, dass die Cannabislegalisierung im Bundestag leider keine Mehrheit findet. Schade.

 

Aber nicht aufgeben!

 

-         Macht mit beim Global Marihuana March oder bei der Hanfparade

-         Schreibt euren Abgeordneten im Bundestag oder auch im Landtag eure Meinung zu diesem Thema oder knapp, dass ihr für die Legalisierung seid

-         Helft euren Freunden in der Not, damit ist nicht gemeint, ihnen zu Kiffen zu geben sondern ihnen bei zu stehen, wenn sie kriminalisiert werden oder den Führerschein verlieren.

-         Versucht in eurem Umfeld auf zu klären. Die meisten Hanfgegner sind es nur, das sie fehl informiert werden, siehe z.B. Frau Bätzing, gut, sie legt auch vieles falsch aus um zu propagandieren und um ihr Fehlverhalten Millionen gegenüber zu rechtfertigen.

 

Wenn es um dieses Thema geht sollte man nicht weghören aus der Angst heraus, dass man sich mit seinem kriminalisiertem Hobby outen würde, es bedeutet nicht, dass man kifft, wenn man sich für die Legalisierung ausspricht, es heisst lediglich, dass man eine eigene Meinung hat und die wird man doch auch als Kiffer äussern dürfen. Es ist schliesslich nicht verboten, für eine Gesetzesänderung zu sein.

Dass sich das Cannabisverbot noch immer halten kann liegt doch nur daran, dass die betroffenen Kriminalisierten sich nicht solidarisieren um dagegen vor zu gehen. Wenn hunderttausende dieses aktiv machen würden, dann würde das Verbot doch kippen. Mit Zeitungsartikeln und Aufklärungsfilmen finanziert durch Vereine und somit deren Mitgliedern könnten die unterbelichtete Bevölkerung aufklären, damit es jeder einzelne endlich begreifen kann, dass Cannabis nichts Schlimmes ist. Die meisten Hanfgegner argumentieren nämlich damit, dass das so ist. Es ist aber deutlich weniger Schlimm für den Menschen als Alkohol oder Zigaretten auch wenn mir nun Propaganda Lügner des Gegenlagers widersprechen würden, wie unter anderem Frau Bätzing, die sogar so dreist ist zu behaupten, dass es keinen nachgewiesenen medizinischen Zweck oder Nutzen für Cannabis geben würde. Das ist ja wohl schlichtweg eine gemeine Lüge mit der sie viele kranke Menschen zu Leid und Elend oder sogar zum verfrühten Tod oder gar zum Suizid verurteilt.

 

Es geht hierbei nicht nur um ein paar Jugendliche, die kiffen wollen, es geht hier um Erwachsene, die dieses wollen, es geht um schwer kranke Menschen, denen zu helfen ist, es geht um die wirtschaftlichen Vorteile, die diese Pflanze für uns alle bringt. Für die paar Jugendlichen kann der Cannabiskonsum gerne verboten bleiben, da spricht sich unter anderem der DHV für aus und nennt dieses Jugendschutz, so wie es diesen auch für Alkohol und Zigaretten gibt. Solange die Erwachsenen dann darauf achten, dass minderjährige die entsprechenden Substanzen nicht in die Hände kriegen wird die Jugend diese Substanzen auch nur vereinzelt nutzen können. Solange aber skrupellose Dealer ihre eigene Sucht oder ihren Luxus finanzieren wollen, solange werden auch Jugendliche, selbst Kinder an Cannabis gelangen können.

 

Genug der langen Rede, schliesslich soll dieses auch eine Werbung für den DHV sein und diese folgt nun:

 

Der Deutsche Hanfverband ist die einzige pro Cannabis Organisation in Deutschland, die derzeit über fest eingestellte Arbeiter verfügt, um es zu konkretisieren: Es handelt sich um ein ein halb Stellen sowie auch ehrenamtlicher Arbeit. Es handelt sich um unterbezahlte Arbeit für Idealisten, die diese Arbeit aber gerne und gut verrichten.

Der deutsche Hanf Verband hat zwei Schwerpunkte. Zuerst einmal werden Informationen gesammelt und ausgewertet um die Bevölkerung zu informieren. Dieses tut der DHV auf seiner Homepage http://hanfverband.de und mit den eMails, die man abonnieren kann. Hier finden wir sehr viele nützliche und wissenswerte Informationen über Cannabis als Rauchware, wie geht man mit der Polizei um, welche Fortschritte gibt es in der Justiz, was passiert im Ausland. Aber es wird auch über Cannabis als Medizin und als Rohstoff umfassend informiert, für jeden, der ein wenig Zeit und Interesse dafür aufbringt.

Der zweite Schwerpunkt ist die politische und öffentliche Präsenz. Der DHV redet mit den Medien um auf zu klären. Es wird mit Politikern geredet um diese entweder zu bestätigen oder um diese zu kretisieren. Der DHV ist bemüht sein geringes Gewicht möglichst effizient ein zu setzen um sich in der Politik und in den Medien Gehör zu verschaffen um an der momentanen Rechtslage zu rütteln, um diese nieder zu reissen für die Freiheit von Millionen von Menschen in diesem Land. Ich zumindest bin von der Arbeit von nur ca. 50 bezahlten Wochenstunden stark beeindruckt.

 

Der Deutsche Hanf Verband ist kein Verein, die Gründer unterwerfen sich nicht dem Vereinsrecht. Der DHV ist eine Firma die als Produkt Lobbyarbeit anbietet, für Cannabis. Und das ist im Interesse von vielen Menschen, von denen sich bislang aber nur wenige dazu bereit erklären, aktiv etwas dafür zu machen. Aber die beiden fleissigen Angestellten Steffen Geyer und Georg Wurth lassen sich nicht entmutigen, sie arbeiten viele Stunden für die Aufklärung und für Präsenz, sie leisten wirklich viel dafür, dass ihre Mittel sosehr begrenzt sind.

Ich für meinen Teil erkenne den beiden das voll an und bin nun ein Sponsor, wie sonst könnt ich mich auch als einer der Legalizer betrachten, die wenigstens aufgestanden sind um ein kleines Bischen für unser aller Recht zu unternehmen.

Wie sieht es mit dir aus? Ist es dir etwa nicht wichtig genug, ein klein wenig für dein Recht zu tun? Jeden Tag kiffen und in Angst leben aber keine 59,50€ im Jahr für die professionellen Legalizer über? Dann rauch doch dein verstrecktes und überteuertes Gras, lebe in Angst um deine Freiheit, um deinen Führerschein und sogar um deinen Arbeitsplatz. Du tust mir nicht leid, wenn es dich trifft.

 

Also alle mal ein wenig nachdenken, könnt ihr ein ganz kleines Stück dazu beitragen, dass Cannabis legal wird?

Ich zumindest bitte darum.

 

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