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Di

12

Mai

2009

Blei im Gras

Blei im Gras

 

Bekannt ist, dass Gross- und Kleindealer ihr Dope, oder seit einiger Zeit auch ihr Gras, verstrecken. Sie benutzen dazu feinen Quarzsand, Milchpulver, zermahlenen Zucker, zermahlenes Glaspulver, Brix (Zucker-Plastik Gemisch), Stärkepulver/Kartoffelmehl, vermutlich auch trockene Scheisse oder Henna für Dope und an Gras wird das Zeug dann oft mithilfe von Haarspray „angeklebt“. Fragt mich nicht, wie man es genau macht, ich habe das noch nie gemacht aber es wird so funktionieren, wie das panieren von Schnitzeln, das Klebemittel kann dann Haarspray sein oder eine andere Klebstofflösung, die aber bestimmt auch ungesund ist. Das alles wird schon nicht gesund und schädlich sein. Zucker karamellisiert die Lungen, Brix ist bestimmt nicht gut, Quarzsand und Glasstaub werden ungeblubbert durch Joints inhaliert und das ist bestimmt nicht gut. Das verträglichste Streckmittel wird vermutlich immer noch Scheisse sein. Aber gut, das Strecken schädigt den Konsumenten zwar ein wenig, er kann vielleicht weniger stark inhalieren, die Mischung verbrennt schlechter und (was ja auch soll) um das gewünschte Pensum zu erreichen muss doppelt und dreifach soviel geraucht werden, oft wird man auch dann nicht richtig breit. Somit füge ich an, dass ein schlechtes Marihuana schon eine Einstiegsdroge für harte Drogen sein kann. Wenn man kifft und kifft und kifft und kein Kick kommt, dann liegt es nahe, mal was härteres zu probieren, was aber nicht sein muss, wenn man ein gutes Gras hat, das stark wirkt. Von einem guten, unverstrecktem Gras muss man nur wenig rauchen und ist damit zufrieden, man strapaziert seine Lungen weniger und ich behaupte nun einfach mal, dass das Gras weniger schädlich ist als eine Zigarette. (Nicht Teer sondern das Nikotin löst Lungenkrebs aus, Teer ist aber dennoch schädlich aber im Gras ist nicht mehr Teer als im Tabak enthalten, Gras wirkt aber gegen gewisse Krebssorten und hat in Einzelfällen schon Tumore zurück gebildet.)

 

Soweit die Einleitung, nun aber zum Thema: Blei im Gras

Seit einigen Monaten gehen die Geschichten um, im Gras kann Blei sein, im Raum Leipzig und auch in Bayern hat es Vorfälle gegeben. Bekannt ist das zwar anscheinend immer noch nicht, da die Medien dieses Thema nicht wirklich annehmen und das, obwohl sich bereits einige hundert Leute nachweislich mit Blei vergiftet haben müssen. Wenn aber eine Vogelgrippe oder eine Schweinegrippe ausbricht, wo global „nur“ tausende betroffen sind und nicht wie regional hunderte, dann sind die Zeitungen voll, dann gibt es kein anderes Thema mehr. Es scheint so zu sein, als ob auch die Medien kein Interesse daran haben, über die Wehrlosigkeit und Machtlosigkeit der Drogenpolitik zu berichten. Es wäre doch schön, wenn die Öffentlichkeit sich empören würde und eine kontrollierte Abgabe fordern würde, damit solche Zustände der Vergangenheit angehören. Leider ist das nicht der Fall, es trifft ja auch nur „Drogenabhängige“, damit hat man nichts zu tun und die Drogenabhängigen können nicht für ihre Rechte einstehen, da sie sich dadurch outen und dann kriminalisiert werden könnten.

Es haben dutzende Leute vom bleiverseuchtem Gras geraucht, ohne es zu wissen. Sie sind dann mit den Symptomen, die sich aber erst langsam ausprägen zu Ärzten gegangen aber diese waren erst ratlos, da es in Deutschland seit langem keine Bleivergiftungen mehr gibt. Es konnte dann aber doch die Bleivergiftung festgestellt werden, die sich dann aufgrund der Häufung der Fälle auf verstrecktes Marihuana zurück führen lies. Somit wurde es in den gewissen Kreisen durch Hörensagen und natürlich auch durch die Wirkung der „Hanfmedien“ publik, das Gras mit Blei verstreckt wird. Das ist doch gut, dann wissen die Betroffenen bescheid, sie können zum Arzt gehen und teilweise für den Rest ihres Lebens Medikamente nehmen, die aber in vermutlich einigen Fällen die bleibenden Schäden nicht mehr beheben können. Vermutlich werden einige der „Bleiraucher“ früh sterben und durch diese Vergiftung körperlich und geistig beeinträchtigt sein.

Aber:

Kiffen wird kriminalisiert, damit geht man nicht zum Arzt um dem das zu gestehen. Es gibt zwar die Schweigepflicht aber halten sich die Ärzte auch daran? Der Arzt kann doch nun die Notwendigkeit sehen, sich an die Polizei zu wenden, damit diese ermitteln kann um weitere Schäden ab zu wenden, das ist dann eine Gewissensfrage und einige Ärzte würden wohl so handeln. Man kann auch nicht zur Polizei gehen um denen bei den Ermittlungen zu helfen, man kann also nicht seine Dealer anzeigen ohne durch den Erwerb und Besitz von Marihuana selber belangt zu werden. Bleiopfern wird für eine Zusammenarbeit keine Straffreiheit gewährt. Somit werden sich viele betroffene Kiffer dazu entschlossen haben nicht zu einem Arzt zu gehen, sie gehen auch nicht zur Polizei um die Bleidealer zu belangen, diese Menschen haben mehr Angst vor der Kriminalisierung als vor der Nichtbehandlung einer akuten Bleivergiftung. Somit kann nicht gesagt werden, wie viele Leute bereits bleiversuchtes Gras geraucht haben aber es werden einige mehr sein, als sich gemeldet haben.

 

Grower verseuchen ihr Gras mit Blei, Dealer vertreiben es, vermutlich ohne es zu wissen. Diese Leute fügen ihren Abnehmern, den Konsumenten, nun wissentlich oder auch unwissentlich schweren Schaden zu, es handelt sich dabei um schwere Körperverletzung bis hin zum versuchten Totschlag. Die Ermittlungsarbeiten sind aber nicht so wichtig, als das man den Konsumenten zwecks Mithilfe Straffreiheit zugesteht. Lieber nimmt unsere Gesellschaft die Schäden hin, als dass sie kooperiert. Das ist mal wieder die Hinwegsetzung über jegliche Vernunft, für die unsere Drogenpolitik inzwischen steht.

 

Nun aber zu den Tätern, die sich dazu entschlossen haben schwerste Schäden bei den Verbrauchern hin zu nehmen und ihr Gras mit Blei zu verseuchen. Ist das reine Profitsucht? Könnte diese nicht auch mit herkömmlichen Streckmethoden befriedigt werden?

Es ist gar nicht so einfach, die Grasblüten mit Blei zu versetzen. Das Blei befindet sich nämlich in den Blüten, während des Wachstums wird das Bleisulfid, also das Bleipulver über die Blüten gestreut, die das Blei dann einschliessen. Dieses wird vermutlich mehrfach gemacht. Mal ganz rational betrachtet, das ist verdammt viel Arbeit. Wesentlich einfacher ist es, das Gras irgendwie zu „panieren“ aber Blei würde man dann wohl zu offensichtlich sehen können. Dennoch läst sich Bleiverstrecktes Gras schnell erkennen, man kann damit auf weisem Papier malen, wenn man es über dieses zieht, es entstehen mehrere kleine Striche auf dem Papier. Werft das Gras schnell weg, informiert euren Dealer, der vermutlich unwissentlich handelt und sich vielleicht sogar selber verseucht. Bewegt ihn dazu anonym eine Anzeige zu machen aber er soll erst mit seinem Dealer reden, der vielleicht auch unwissentlich handelt.

Aber noch einmal: Das Gras mit Blei zu verstrecken muss ein gewisser Arbeitsaufwand sein, andere Streckmethoden wären auch effizient und würden weniger Aufwand benötigen. Wenn das so ist, dann ist es doch auch aus rein wirtschaftlichen Interessen nicht nötig, das Gras mit Blei zu versetzen. Somit kommen wir so nicht weiter, es scheint also nicht allein um Geld zu gehen.

 

Wenn es nicht allein um Geld geht, stehen dann hinter diesen Methoden höhere Interessen?

Wenn man nun in Kauf nimmt, dass man hunderte von Konsumenten mit Blei verseucht, so dass diese teilweise bleibende Schäden davon tragen und sogar früher sterben werden, kann man dann damit erreichen, dass Cannabis legalisiert wird? Handelt es sich bei diesen Verbrechern nun um Idealisten, die einem höheren Ziel folgen und mit diesem Vorgehen für eine Legalisierung von Cannabis kämpfen? Weis das die Polizei, wissen die Medien und Politiker das? Ist es das, warum nicht entsprechend gehandelt wird, warum in den Medien nicht aufgeklärt wird, warum die Politik nicht reagiert?

 

Das ist nun eine rein spekulative Vermutung gewesen aber mal angenommen, dass sie stimmt, sind diese Bleigrower dann Märtyrer, die sich für uns aufopfern, für ihre Vergehen sogar lebenslängliche Haft in kauf nehmen? Nein, die Hintermänner werden dieses Vorgehen nur angeordnet haben und sich die Hände nicht selber schmutzig machen. Diejenigen, die man kriegen würde wären nur die Handlanger und schnell wären neue gefunden um weiter verseuchtes Gras zu kultivieren. Dieses vermutete höhere Ideal macht die Bleigrower bestimmt nicht zu Märtyrern, nein, ganz im Gegenteil, diese Leute sind Terroristen, die gezielte Anschläge auf Leib und Seele von unschuldigen Bürgern ausüben. Es handelt sich also nun nicht mehr um eine Mafia, die nur Profit machen will, es handelt sich um Terroristen, die mit ihren Taten Schäden verursachen wollen um einem höherem Ziel zu folgen. Auch wenn diese Leute ein gutes Ziel vor Augen haben, sie handeln falsch. Es ist eine Sache, Gras und Dope in Umlauf zu bringen um den Bedarf zu sättigen, eine andere Sache, sogar ein schweres Verbrechen ist es, die Konsumenten, die sich nicht einmal wehren können, mit diesem Gras oder Dope zu verseuchen, so dass sie unter Umständen für den Rest ihres dann kürzeren Lebens bleibende Schäden davon tragen. Dieses Vorgehen ist intollerabel und muss aufs schärfste kritisiert werden. Wenn man sich für eine Legalisierung von Cannabis einsetzt, dann bitte so, dass keiner zu ernsthaftem Schaden kommt wobei man über Sachschäden durchaus hinweg sehen kann, so militant wird man ja noch sein dürfen. Aber es kommt ja zu keinen Sachschäden, die allermeisten Hanfaktivisten sind viel zu friedlich um zu randalieren, mit uns kann man es halt machen, wir sind so dumm.

 

Somit bitte ich euch nun dazu euer Gras regelmässig mal mit einem Stück Papier zu testen, wenn es malt, dann weg damit. Redet dann mit eurem Dealer, verfolgt die Spur so weit es geht zurück und macht eine anonyme Anzeige, wehrt euch, last das nicht mit euch machen.

 

Aber wenn wir schon beim Thema sind: Der Präsident von Weisrussland hat sich insoweit geäussert, dass er es für die Zukunft nicht garantieren kann, dass die weisrussische Mafia kein mit Blei verstrecktes Gras in Umlauf bringt. Hierbei geht es dann wieder nicht um Profitsucht, sondern darum, auf terroristischen Weg Macht aus zu üben. Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht besser informiert bin, ich weis nicht genau worum es dabei geht. Aber wenn die Mafia nun auf die Schiene kommt, dass sie sich an der Gesellschaft oder dem Staat, an der Kriminalisierung durch die Gesellschaft rächen muss und dazu ihr Gras mit Blei verstreckt, dann trifft es zuerst die Konsumenten, dadurch aber die ganze Gesellschaft. Die Opfer vom Terrorismus sind meistens namenslose Unschuldige, die einfach nur Pech hatten. Somit kann es in naher Zukunft gehäuft auch in anderen Regionen als Leipzig zu Bleiverseuchungen kommen. Wenn dieses passiert, dann wird der Drogenkrieg noch einmal neu entfachen. Wenn man es dann nicht verhindern kann, dass das Gras mit Blei verstreckt wird, dann muss man das Cannabis wohl doch legalisieren, um diesem entgegen zu wirken. Aber meine Meinung steht: Das ist der falsche Weg, Sachschäden sind hinnehmbar aber nicht Personenschäden.

 

Demnach bitte ich diejenigen, die bis hier hin gelesen haben sich legal aktiv für die Legalisierung von Cannabis ein zu setzen. Ihr könnt Mitglied beim Hanfbund, DHV, werden oder so spenden, ihr könnt die Grünen oder die Linkspartei wählen, ihr könnt euch öffentlich für eine Legalisierung aussprechen und vergesst dann nicht den Aspekt der Rohstoffnutzung, durch die jeder direkt profitiert. Beteiligt euch an Demos und verteilt Propagandamaterial.

Wenn ihr ab und an mal dazu bereit seid ein klein wenig für die Legalisierung zu tun, dann meldet euch beim Hanfwerk unter rekrut@hanfwerk.de, das Hanfwerk versucht etwas auf zu bauen, eine Organisation mit vielen Helfern für die Legalisierung zu werden, macht einfach mit.

 

Noch ein Tipp: Wenn ihr süchtig seid nach dem Kick ohne Sprit, dann baut euch das Zeug doch einfach selber an oder bewegt einen Freund dazu, von dem ihr dann kauft, aber natürlich erst dann, wenn es auch legal ist. (Ich darf euch doch nicht zu Straftaten auffordern.) Ihr müsst natürlich für eine gute Qualität auch bezahlen, so läuft das halt aber dafür habt ihr unverstrecktes Gras. Wie ihr das machen könnt steht im Nutzhanf, viel Spass.

 

 

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1 Kommentar

  • #1

    79er (Sonntag, 26 Juli 2009 19:20)

    ich denke es ist einfach nur profitsucht und ich kann allen kiffern einfach nur raten selbst anzubauen oder sich das zeug aus einer sicheren !!!! quelle zu besorgen.Weil mann nicht mal als langjähriger konsument unterscheiden kann was gestreckt ist und was nicht.Und das ist umso erschreckender wenn man an die jungen kosumenten denkt die gar nicht wissen was sie da rauchen und für die es wahrscheinlich sogar normal erscheint wenn das ganja nass,klebrig usw ist weil sie noch nie ein gutes sauberes bud gesehen haben.Also meine freunde habt keine angst und wehrt euch die öffentlichkeit muss!!! aufgerüttelt werden bevor wir die ersten opfer zu beklagen haben.ONE LOVE

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