Mo
11
Mai
2009
Global Marihuana March in Berlin 09.05.2009
GMM, der Global Marihuana March
Dieser Global Marihuana March findet überall auf der Welt verteilt statt, in über 300 Städten auf der Erde, auch in Berlin. Es wird geschätzt, dass sich über eine Million Menschen an diesem Marsch beteiligen. Dieses ist nun das Thema von diesem Artikel: Der GMM am 09.05.2009 in Berlin.
Es handelt sich bei diesem Artikel um eine Anklage gegen die Gleichgültigkeit der Kiffer. Freunde von mir können durch das Land reisen um gegen Kernkraft zu protestieren aber wenn es darum geht für die Legalität der Kifferei auch nur einen Finger krumm zu machen verharren sie regungslos. Keiner ist dazu bereit, etwas für die Legalisierung von Hanf zu machen, dabei würde praktisch jeder dadurch profitieren. So kommt es dazu, dass in Berlin am GMM nur ca. 200 bis 300 Menschen teil genommen haben und die Veranstalter sind sogar noch erfreut, dass so viel gekommen sind.
Über 3,4 Millionen Menschen leben allein in Berlin, 4 bis 6% kiffen, gehen wir mal von 4% aus. Dieses bedeutet, dass es in Berlin nun ca. 136000 Menschen gibt, die kiffen. Wenn man nun davon ausgeht, dass sich jeder zehnte Berliner Kiffer dazu aufraffen würde sich für die Legalisierung von Cannabis ein zu setzen, so wären das dann doch schon 13600 Menschen, die an der Hanfparade (1200 bis 1500 Teilnehmer) oder an dem GMM teilnehmen würden. Einige mehr von den über 300000 Kiffern in der BRD würden angereist kommen, das könnte man doch nun erwarten?
Leider ist das zuviel von unseren Kiffern verlangt. Sie können jeden Tag 10€ aufbringen, weite Wege und Wartezeiten in kauf nehmen um sich etwas zum kiffen zu besorgen, sie nehmen gestrecktes Material hin, dass ihrer Gesundheit nicht gut tut aber sie sind nicht dazu bereit, in die Öffentlichkeit zu treten und etwas dagegen zu machen, für die Legalisierung von Cannabis. Warum ist das so? Muss ein Kiffer Angst davor haben, sich öffentlich für eine Legalisierung ein zu setzen? Ich denke nicht, solange er nur Konsument ist und auch ansonsten wäre es egal, man darf zu solchen Veranstaltungen lediglich nichts zum Kiffen mit nehmen, muss vielleicht einen Mann dazu ein setzen, der einem das Zeug nach der Veranstaltung bringt, wenn es denn sein muss und gar nicht anders geht.
Also: Wenn ich nicht schwer am dealen oder anbauen bin muss ich doch keine Angst davor haben als einfacher Konsument an die Öffentlichkeit zu treten. Drogensucht ist doch eine Krankheit und man kann doch nichts dafür krank zu sein, oder? Aber nicht jeder Kiffer ist auch süchtig, viele kiffen ja nur aus Genus alle paar Tage mal und nicht jeden Tag. Aber warum haben die Kiffer solch eine Angst davor an die Öffentlichkeit zu gehen? Man bleibt auf Demonstrationen oder beim Flyerverteilen doch anonym, die Daten werden doch nicht erfasst. Man stellt sich da lediglich als eine statistisch erfasste Zahl hin, die eine Meinung hat und zwar völlig legitim. Kein Mensch kann es einem verbieten für eine Gesetzesänderung in der Verfassung zu sein. Dieses ist ein uns im Grundgesetz zugesichertes Recht, eine eigene Meinung zu haben und wenn wir alle zusammen meinen, dass Cannabis legal sein muss, dann ist das halt so, nur, dass keiner an die Öffentlichkeit tritt und dafür eintritt.
Aber es gibt ja auch die Kiffer, die jeden Tag kiffen und in dem Besitz und Vertrieb von grösseren Mengen im kilobereich Kriminalität sehen. Sie sehen es dann nicht so, dass das etwas Kriminalisiertes ist, sie sehen es so, dass das kriminell ist. Das sind mir ja die liebsten, jeden Tag kiffen und ihren Dealer zum Verbrecher abstempeln. Ein Grasdealer ist aber kein Verbrecher, er ist ein zu unrecht Kriminalisierter. Das einzig böse, was er macht ist verstrecktes Material weiter zu reichen und auch das würde er nicht tun, wenn er anders könnte. Aber der Besitz oder die Abgabe von Gras oder Dope ist doch kein Verbrechen, es ist lediglich zu unrecht kriminalisiert worden. Einer, der jeden Tag Bier trinkt sagt doch auch nicht, dass sein Getränkehändler ein Verbrecher ist, auch wenn dieser bestimmt schon durch den Alkoholtod Kunden verloren hat, einem Haschdealer stirbt die Kundschaft jedoch nicht am Konsum hinweg. Warum sollte dieser nun ein Verbrecher sein? Wie kann man nur selber Kiffen und dann sagen, dass Dealer Verbrecher sind? Unfassbar!
Es tut mir leid, diesen Vergleich zu ziehen, aber die Kiffer verhalten sich doch schon so, wie die Juden im dritten Reich. Praktisch ohne Gegenwehr lassen sie über sich entscheiden und sich verschleppen. Praktisch ohne Gegenwehr läst sich der Kiffer seinen Konsum verbieten und wehrt sich nicht gegen die ungerechte Kriminalisierung. Es wird sich doch von alleine nichts ändern und der Einzelne muss doch nicht viel dafür machen, wenn nur alle zusammen dafür einstehen und dafür wählen und zwar die Grünen oder die Linkspartei. Ich will nun gar nicht von den Leuten aus Bayern erwarten, dass sie zum GMM nach Berlin anreisen, ich selber bin auch nicht hin gefahren, ich habe für den Marsch Flyer verteilt. Aber man sollte doch meinen, dass wenigstens jeder zehnte Kiffer aus Berlin, ohne Anreise, dazu in der Lage ist an der Hanfparade oder am GMM teil zu nehmen. Ich bin schwer enttäuscht, unsere Politiker lachen uns doch aus, wenn da gerade mal um die 250 oder 1500 Leute hin gehen, was soll das denn bewirken? Wo ist denn dann für unsere Politiker die Notwendigkeit zu handeln? Wenn nur mehr Leute an diesen Veranstaltungen teil nehmen würden, dann könnte es diese auch verteilter geben, so dass jeder ohne weite Anfahrt teil nehmen kann.
Die einen Kiffer haben Angst davor sich zu outen, den anderen ist dieses Thema nicht wichtig genug, da sie ja immer zu kiffen haben. Verdammt, es geht nicht allein darum zu kiffen. Es geht um unsere Freiheit, es geht um unsere medizinische Versorgung, es geht um Rohstoffe. Mit dem Anbau von Hanf kann man den Regenwald vielleicht noch retten, bald aber nicht mehr, dann ist er weg. Dieses sollten sich nun die Naturschützer vor Augen halten und nun auch allesamt für die Legalisierung von Hanf sein. Wir Kiffer sind gerne dazu bereit, sie auf der Hanfparade oder dem GMM an zu nehmen, man muss doch nicht kiffen, um für die Legalisierung zu sein. Nur weil ich eine andere Meinung als die Norm habe heisst das doch noch nicht zwangsläufig, dass ich verbotene Drogen nehme, zugegeben, der Verdacht liegt nahe. Aber man wird doch nur vor Ort gefilzt und nicht nachträglich verfolgt. Warum haben denn alle Angst?
Also weiter: Man muss nicht kiffen um für die Legalisierung zu sein. Nehmen wir doch die Eltern derer, die kriminalisiert wurden mit auf die Demos, nehmen wir die Naturschützer, die Kranken und die Weltverbesserer an die Hand, nehmen wir sie alle mit, wir haben alle ein gemeinsames Ziel, wir müssen diese Leute darüber nur informieren. Dieses habe ich auch versucht. Ich habe einen Propagandatext geschrieben und diesen mit den Flyern zum GMM verteilt. Mit dieser Propaganda versuche ich die Leute, die nicht kiffen zu informieren und ihnen zu erklären, dass es in ihrem Vorteil ist, wenn Cannabis legalisiert wird, um sie auf unsere Seite zu ziehen. Nur interessieren sich die Nichtkiffer für Hanf leider nicht, wollen damit nicht konfrontiert werden.
Somit habe ich auch dem Hanfwerk, welches den GMM organisiert hat mit geteilt, dass sie lediglich ein paar Flyer verteilen aber nicht hinreichend über Hanf informieren, ich habe erklärt, dass es die meinungslosen Nichtkiffer sind, die wir erreichen müssen, die wir auf unsere Seite ziehen müssen. Leider hat man mir nicht geantwortet. Ich kann für die Flyer verteilen aber ansonsten geht man nicht auf mich und meine Vorschläge ein, das ist schade.
Ich möchte hiermit noch einmal zum Ausdruck bringen, wie enttäuscht ich von der Gleichgültigkeit der Kiffer bin. Das Verbot konnte sich nur durchsetzen, weil der Kiffer es sich wie der Jude im dritten Reich gefallen lassen hat. Breite Gegenwehr hätte die Prohibition verhindert, würde sie nun stürzen. Aber keiner ist dazu bereit einen Nachmittag in seinem Leben für eine Demonstration zu investieren, keiner ist dazu bereit, dafür wählen zu gehen, keiner will etwas dafür machen, denn jeder kriegt ja was zum kiffen, auch wenn es verstreckt und deswegen erst gesundheitsschädlich ist. Keiner ist dazu bereit aktiv zu werden aber jeden Tag zum Dealer rennen und was kaufen können.
Sowenig sind wir Kiffer also bereit etwas für unsere Freihit zu tun, lieber lassen wir uns kriminalisieren und entmündigen durch eine falsche Politik. Ich hingegen habe ein ganz klein wenig gemacht und wenn jeder zehnte Kiffer oder Hanfbefürworter nur die Hälfte machen würde, dann könnte das schon etwas bewegen. Unter anderem habe ich einen Propagandatext verteilt, den ich nun anhänge. Ich bitte euch nun, diesen Text zu übernehmen, er passt auf ein Din A 5 Blatt, das beidseitig bedruckt wird, man nimmt ein Din A 4 Blatt, bedruckt es von beiden Seiten und schneidet es auseinander. Dann hat man es. Man muss jedoch die Blattgrösse ein wenig anpassen. Oder schreibt einfach eure eigene Propaganda aber vergesst die Links nicht. Druckt dieses Text also bitte aus, verteilt ihn in Head und Grow Shops, in Billiardhallen, in Imbissbuden, in Kneipen, in Discos oder klemmt sie einfach unter Scheibenwischer aber macht es bitte, einen Nachmittag für die Legalisierung. Sobald ich meinen verreckten Drucker ausgetauscht habe bin ich auch wieder dabei. Ich denke an den Parkplatz von der Polizei und vom Gericht aber auch Unis und Berufsschulen sind gut.
Wenn euch das schon zuviel ist, dann lest meine Propaganda bitte und argumentiert in Gesprächen für die Legalisierung, geht bitte wählen, stellt euch bitte auf unsere Seite, auch wenn ihr nicht kifft. Wir können viel erreichen.
Wenn ihr auch Mitglied im Hanfwerk werden wollt, kostenlos, dann meldet euch doch unter: http://hanfwerk.de und schreibt an rekrut@hanfwerk.de, dass ihr dabei seid.
Nun die Propaganda:
Hanf legalisieren, warum?
Laut der WHO ist Hanf vergleichsweise zu Alkohol und Zigaretten harmlos oder ungefährlich. An Zigaretten sterben jedes Jahr allein in Deutschland ca. 140000 Menschen, an Alkohol sterben ca. 42000 Menschen, am Konsum von Hanf stirbt keiner, nein, neuerdings gefährdet auch Hanf das Leben der Menschen. Es wird mit Blei verstreckt und das Rauchen kann schwere irreparable Schäden oder sogar den Tod nach sich ziehen. Warum aber kann das Cannabis mit Blei verstreckt werden? Weil es kriminalisiert wird und ein Verbraucherschutz sowie der Jugendschutz nicht greifen kann. Auch ist es uns allen ein Horror, wenn Grundschüler bereits kiffen, das kommt in Einzelfällen vor. Wieso kann es dazu kommen? Ist kiffen also schlimmer als Alkohol, den die Grundschüler noch nicht trinken? Nein, das nicht, es ist nur so, dass der Handel von Cannabis kriminalisiert wird und es somit keinen Jugendschutz wie bei Alkohol gibt. Demnach verkaufen Kinder an noch jüngere Kinder bis hin zu Grundschülern.
Wenn wir unsere Gesundheit und unsere Kinder schützen wollen, dann müssen wir Cannabis als Rauschmittel legalisieren damit es einen Verbraucher- und Jugendschutz geben kann.
Aber sind das die einzigen Gründe Hanf zu legalisieren?
Opiate dürfen als Medizin eingesetzt werden, niemand wird dann sagen, dass es sich um eine Droge handelt. Hanf jedoch ist auch als Medizin verboten, warum? Hanf ist ein Medikament, welches gegen viele Krankheiten und Leiden helfen kann. Vor der Prohibition beinhalteten über ein Drittel aller Medikamente in den USA Hanf und dieses war in Europa ähnlich. Hanf hilft gegen Schmerzen, steigert den Appetit, hilft bei Schlafstörungen, wirkt gegen Traumata, hilft gegen Krämpfe und und und. Opiate gehen per Rezept über den Apothekertresen, weswegen sollte dieses mit Hanf anders sein? Weil Hanf eine Droge ist? Opiate sind nicht nur eine Droge, sie machen sogar körperlich abhängig, Hanf hingegen macht einen nur psychisch süchtig, wenn überhaupt.
Waren das nun alle Gründe Cannabis zu legalisieren?
Der Tropenwald wird abgeholzt, schade drum. Hanf bietet aber viermal soviel Zellstoff wie dieselbe Fläche Wald. Es kann nicht nur alle paar Jahrzehnte geerntet werden, es wird jedes Jahr geerntet. Zudem verbessert Hanf die Böden. Anbei fällt auch noch die Saat an, die zur Biotreibstoffgewinnung oder als Tierfutter oder als Lebensmittel genutzt werden kann. Aus Hanf kann man Bio-Kunststoff herstellen, Farben, Pressformteile für Autos, Dämmstoffe, Faserplatten aber natürlich auch Papier und Kleidung.
Wenn Hanf nun eine so wirtschaftliche Pflanze ist, was sollte dann der Grund sein, sie nicht zu nutzen, wenn bedacht wird, dass Nutzhanf nicht einmal 0,3% THC enthält und ein Wirkstoffgehalt von 2% nötig ist um einen Rausch zu bedingen.
Wenn auch ihr dafür seid Hanf zu legalisieren, dann könnt ihr auch etwas tun. Ihr könnt die Grünen oder die Linkspartei wählen, die Grünen sind eher für eine Entkriminalisierung, die Linkspartei steht für die Legalisierung ein.
Ihr braucht nicht zu kiffen, um durch die Legalisierung zu profitieren. Die Steuereinnahmen durch Cannabisprodukte aller Art werden im Milliardenbereich liegen wobei der Staat Unsummen an Kosten für die Kriminalisierung spart.
Also: Macht nicht mit bei der unsinnigen Kriminalisierung von Kiffern und erklärt auch anderen Leuten über Hanf die Wahrheit. Es handelt sich dabei um eine der vielseitigsten Pflanzen der Welt, die für Wirtschaft, Medizin und Rausch einsetzbar ist. Sagt es allen, die darüber reden wollen, dass Hanf nichts Schlimmes sondern etwas durchaus Positives ist, rettet den Regenwald, heute noch!
Hier ein paar Links zum Thema Hanf und Kiffen:
http://hanf-info.ch Viele Infos rund um den Hanf
http://usualredant.de youtubes unter Tagesrausch
http://www.hanfjournal.de die Zeitung für Kiffer, youtubes auf exzessiv
http://hanfverband.de Der deutsch Hanfverband, DHV, mit Protestmailer
http://hanfwerk.de Werde Rekrut, so wie ich und unternimm etwas!
http://freebooks.jimdo.com/robert-brungert/ Infos unter „Nutzhanf, wenn das nicht nutzt, dann tut sich das auch keiner in die Pfeife stopfen“ zum indoor Anbau von Cannabis
freebooks.jimdo.com







